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Busse inklusive –: Ajoie-Spieler wird für hinterhältigen Faustschlag fünf Spiele gesperrt

Daniel Carr und Gaëtan Haas prügelten sich auf dem Eis. Letzterer erlitt dabei eine Gehirnerschütterung.

Adrian Hunziker
Publiziert heute um 13:32 Uhr
Eishockey-Schlägerei: Daniel Carr (Ajoie, gelb) und Gaetan Haas (EHC Biel, rot) in der National League.
Daniel Carr (rechts) teilte gegen Gaëtan Haas kräftig aus.

Der EHC Biel verlor am Freitag sein Heimspiel in der National League gegen den HC Ajoie 2:5. Das wäre in der vergangenen Saison noch eine Überraschung gewesen, aktuell sind die Jurassier aber so stark wie in den letzten Jahren kaum.

So sorgte im Nachgang nicht etwa die Bieler Niederlage für Gesprächsstoff, sondern ein Faustkampf zwischen Gaëtan Haas (Biel) und Daniel Carr (Ajoie). In der 46. Minute waren die beiden in eine grössere Schlägerei verwickelt, ihr Zweikampf war dabei der härteste.

Gaëtan Haas erlitt eine Gehirnerschütterung

Beide Spieler erhielten eine Spieldauerdisziplinarstrafe, das Spiel war für sie gelaufen. Den Zweikampf entschied der Kanadier Carr für sich, Haas musste heftig einstecken.

Die Disziplinarkommission der National League schaute sich den Kampf nochmals an und entschied, Carr wegen eines «Sucker Punch», eines hinterhältigen Faustschlags, für fünf Spiele zu sperren. Der 34-Jährige verpasste Haas einen «wuchtigen Schlag ins Gesicht, als dieser auf dem Eis kniete», heisst es im Bericht der Disziplinarkommission. Der Schweizer erlitt dabei eine Gehirnerschütterung und fällt für unbestimmte Zeit aus.

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Bei der Liga ging innert Frist eine Stellungnahme Carrs ein. In dieser schilderte er, dass die Aktion für ihn als Ganzes zu betrachten sei. «Der letzte Schlag könne nicht isoliert betrachtet werden. Für ihn sei nicht ersichtlich gewesen, dass Haas den Kampf nicht habe weiterführen wollen. Er habe keinen wehrlosen Spieler bestrafen wollen. Vielmehr gehöre für ihn auch der letzte Schlag zur gesamten Schlägerei, die von einer grossen Dynamik geprägt gewesen sei», heisst es im Bericht. Die Disziplinarrichter sahen das anders.

Zudem muss Carr eine Busse von 7600 Franken bezahlen. Eine Sperre hat Carr am Samstag bei der 1:2-Heimniederlage gegen den EV Zug bereits abgesessen.

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