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Rund um die erste Niederlage der Saison hat Lamine Yamal vom FC Barcelona mit einer Aktion für Kopfschütteln gesorgt. Erst in der zweiten Hälfte zeigte der Barca-Superstar seine Klasse im viel beachteten Topspiel gegen PSG.
Bei dem hochklassigen Duell fielen insgesamt sechs Tore, vier davon erzielte Paris-Saint-Germain. Das erste Mal jubelte der Titelverteidiger nach 38 Minuten dank Desire Doue. Der pfeilschnelle Franzose umkurvte erst einige Gegenspieler und schloss letztlich eiskalt aus 17 Metern ab. Dem Treffer war jedoch eine unglückliche Aktion von Yamal vorausgegangen.
"Die haben sich im Strafraum den Ball hin und her gespielt! Was soll das denn? Im Ernst, was für ein Blödsinn!", schimpfte Moderator Josep Pedrerol in der spanischen Sendung "El Chiringuito". Der Journalist Quim Domenech pflichtete ihm bei und stellte klar: "Das war Lamine. Er hat beim Spielaufbau eine Unachtsamkeit begangen."
Doch was war passiert? Yamal war in besagter Szene zunächst in der eigenen Hälfte am Ball. Anstatt einen sicheren Pass zu suchen, chippte er aufreizend lässig in die Mitte - genau auf den Kopf von PSG-Mittelfeldspieler Joao Neves, der Doue daraufhin bediente. Das Unheil nahm seinen Lauf, Barcas Defensive bekam den Flügelstürmer nicht mehr in die Finger.
Nach dem Seitenwechsel schlug Barca in Person von Xavi Espart zurück (55.), ehe Lucas Hernandez für die erneute PSG-Führung sorgte (72.). Sieben Minuten später betrieb Yamal Wiedergutmachung und erzielte nach tollem Solo den abermaligen Ausgleich. Es war bereits das zehnte Tor im zwölften Pflichtspiel für den 19-Jährigen, der obendrein zehn Assists auf dem Konto hat. Das Schlusswort hatte aber Paris. Erst folgte die direkte Antwort von Vitinha (81.), dann machte Fabian Ruiz in Minute 86 den Deckel drauf.
Die weiße Weste der Mannschaft von Trainer Hansi Flick ist damit passe. Mit sechs Punkten aus drei Partien in der Königsklasse und neun Siegen aus neun Spielen in der Liga ist die Pleite aber nur ein kleiner Wermutstropfen. Viel wichtiger dürfte zunächst der anstehende Clasico gegen Real Madrid am Sonntag sein.
"Wir haben heute in der Gruppenphase gegen PSG gespielt. Im Oktober gewinnst du keine Titel, aber es zeigt uns, wie weit wir sind", erklärte Flick im Anschluss vielsagend. Dennoch monierte der Ex-Bundestrainer: "Wir haben noch einiges, das wir verbessern können."
Außerdem sei die Vorbereitung auf den Kracher "nicht optimal" gewesen, ergänzte Flick. Wegen der Unwetter in Spanien hatte das Team am Wochenende spontan umplanen müssen und die Nacht nach dem 5:2 bei Betis Sevilla noch in Andalusien verbracht. Gleichzeitig "soll das keine Entschuldigung sein", betonte er.
Für PSG war der Sieg indes teuer erkauft. Während auch Ousmane Dembele und Marquinhos verletzt vom Platz mussten, bereitet vor allem der Zustand von Khvicha Kvaratskhelia Sorgen. Laut der L'Equipe befürchtet der französische Hauptstadtklub sogar, dass sich der Georgier das Kreuzband gerissen haben könnte.