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Es war in doppelter Hinsicht ein Belastungstest für die Fußballer des TSV Landsberg: nicht nur auf dem Platz, sondern auch bei der Organisation. Mit dem FC Bayern München II kam erstmals eine Mannschaft ins Sportzentrum, deren Fans manchmal nicht nur durch Gesänge auf sich aufmerksam machen. Vom Verband wurde es deshalb mit „Stufe Rot“ betitel, höchste Sicherheitsstufe also. Auch wenn die Landsberger nicht alles umgesetzt haben: Es blieb ein friedliches Spiel, bei dem niemand Angst haben musste.
Mit einer Choreo zu Spielbeginn wehrten sich die Bayern-Fans gegen die „Gäste-Käfige“, diesen hatten die Landsberger extra im Sportzentrum wegen der Vorgabe des Verbands mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand errichtet. Doch dann durften die Bayern-Fans doch daneben stehen, nachdem diese gedroht hatten, im Käfig „zu eskalieren“, wie TSV-Abteilungsleiter Werner Seemüller sagte. Die eigenmächtige Entscheidung der TSV-Fußballer war die richtige, abgesehen von einer ungefährlichen, wenn auch übel riechenden, Pyro-Einlage blieb alles friedlich.
Ob der Verstoß gegen die Vorgaben vonseiten des Verbands für die Abteilung Folgen haben wird, muss sich Seemüller überraschen lassen. Doch das wichtigste Ziel hat er erreicht: Ein friedliches Fußballspiel, bei dem alle, auch wegen des Spektakels auf dem Feld beim 5:5-Endstand, auf ihre Kosten gekommen sind. Ob es aber auch die gewünschten Einnahmen gebracht hat, ist abzuwarten. Zwar waren über 1400 Zuschauer im Stadion, aber die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen dürften auch hoch sein. Und mit dem TSV 1860 München dürfte im März noch ein anderes Kaliber kommen.