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Jonathan Tah gehört weiterhin zum festen Stamm der deutschen Nationalmannschaft. Obwohl der Innenverteidiger beim FC Bayern zuletzt nicht immer von Beginn an auf dem Platz stand, genießt er bei Bundestrainer Jürgen Klopp großes Vertrauen. Der 59-Jährige hat nun deutlich gemacht, dass die jüngste Rotation beim deutschen Rekordmeister keinerlei Auswirkungen auf Tahs Stellung im DFB-Team hat.
Die Münchner befinden sich derzeit in einer schwierigen personellen Situation. Zahlreiche Verletzungen zwingen die Verantwortlichen dazu, die Belastung der verbliebenen Leistungsträger genau zu steuern. Auch Tah erhielt deshalb zuletzt immer wieder Pausen.
Für Klopp ist das allerdings kein Grund, an den Qualitäten des 30-Jährigen zu zweifeln. Im Rahmen der Bekanntgabe seines neuen DFB-Kaders stellte der Bundestrainer klar, dass der Bayern-Verteidiger weiterhin fest eingeplant ist.
„Jona ist einer dieser Spieler, die man einfach im Kader haben muss – er ist praktisch automatisch nominiert“, erklärte Klopp.
Damit machte der Bundestrainer deutlich, welchen Stellenwert der Innenverteidiger in seinen Planungen besitzt.
Dass Tah beim FC Bayern zuletzt nicht jede Partie absolvierte, bewertet Klopp keineswegs negativ. Vielmehr lobte er ausdrücklich den Umgang der Münchner mit ihrer angespannten Personalsituation. „Bayern rotiert in dieser unglaublich schwierigen Phase, insbesondere wegen der Verletzungen“, erklärte der ehemalige Liverpool-Trainer.
Aus seiner Sicht ist es wichtig, die verbliebenen gesunden Spieler nicht übermäßig zu belasten. „Man will nicht immer dieselben Spieler durch jedes einzelne Spiel schicken, weil sie sonst die Nächsten sind, die sich verletzen“, betonte Klopp.
Der Bundestrainer zeigte sich deshalb beeindruckt davon, wie die Bayern ihre Mannschaft derzeit durch die schwierige Phase führen. „Bayern hat das unglaublich clever gelöst“, lobte der 59-Jährige.
Als Beispiel führte Klopp den jüngsten Champions-League-Erfolg gegen Atlético Madrid an.
Beim 2:0-Auswärtssieg hatten die Münchner trotz zahlreicher Ausfälle eine überzeugende Mannschaftsleistung gezeigt und die Spanier über weite Strecken kontrolliert. „Sie haben in Madrid eine herausragende Leistung gezeigt, das muss ich sagen“, schwärmte Klopp.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Bundestrainer davon, dass die Bayern selbst mit einer defensiv geprägten Aufstellung weiterhin offensiv gefährlich blieben. „Man fährt nicht einfach zu Atlético und gewinnt dort auf diese Weise. Sie haben einen hervorragenden Job gemacht“, betonte er.
Auch Tom Bischof erhielt ein Sonderlob für seinen Auftritt in Madrid. Der junge Mittelfeldspieler habe eine fantastische Partie absolviert.
Im Mittelpunkt von Klopps Aussagen stand allerdings die Bedeutung von Jonathan Tah. „Jonathan ist ein absoluter Top-Innenverteidiger“, stellte der Bundestrainer unmissverständlich klar.
Dass der Bayern-Profi aufgrund der Belastungssteuerung zwischenzeitlich geschont wurde, habe seine Nominierung zu keinem Zeitpunkt infrage gestellt. „Auch wenn er durch die Rotation manchmal eine Pause bekommen hat, haben wir nie darüber nachgedacht, ihn zu Hause zu lassen“, erklärte Klopp.
Für Tah sind diese Aussagen eine klare Rückendeckung. Der Innenverteidiger muss sich beim FC Bayern angesichts der starken Konkurrenz in der Defensive regelmäßig behaupten.
Mit Dayot Upamecano steht ihm zudem ein Abwehrpartner zur Seite, der sich derzeit in herausragender Verfassung befindet.
Für Klopp ist die Rollenverteilung in der Nationalmannschaft dennoch eindeutig: Tah gehört unabhängig von einzelnen Einsatzzeiten beim FC Bayern zu den wichtigsten Defensivspielern im DFB-Aufgebot.
Die jüngsten Rotationsmaßnahmen der Münchner sieht der Bundestrainer deshalb nicht als Warnsignal, sondern vielmehr als sinnvolle Entscheidung in einer außergewöhnlich schwierigen Phase.