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FCI-Frauen lange auf Augenhöhe: 2. Bundesliga: Ein Sonntagsschuss macht bei Tabellenführer Viktoria Berlin den kleinen Unterschied
Mit vereinten Kräften: FCI-Keeperin Anna-Lena Daum (rechts) und Verteidigerin Anna-Lena Fritz (links) stoppen die Attacke von Berlins Laura Casanovas. - Foto: Thomas Sobotzki/Imago Images

Trotz eines zum Teil grippegeschwächten Kaders zeigten die Fußballerinnen des FC Ingolstadt in der 2. Bundesliga bei Tabellenführer Viktoria Berlin einen engagierten Auftritt und verloren knapp mit 0:1 (0:1). Damit bleiben die Schanzerinnen auf Platz sieben.

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Im Vorfeld hatte FCI-Cheftrainer Benjamin Stolte noch gerätselt, wen er nach der Erkältungswelle in der Länderspielpause überhaupt aufstellen kann. Und so wies seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche vier Veränderungen auf: Anna-Lena Fritz, Lara Felix, Emilie Fähnrich und Carina Wüst rückten für Mara Winter, Melissa Strobel, Laura Frank und Teresa Frizberg ins Team.

Die erste Chance gehörte dem Tabellenführer, als FCI-Keeperin Anna-Lena Daum einen Abschluss von Nina Ehegötz klatschen ließ und Verteidigerin Jenny Gaugigl die Situation bereinigen musste (2.). Eine Minute später ging ein Freistoß von Berlins Antonia Halverkamps knapp übers Ingolstädter Tor – die Hauptstädterinnen starteten mit viel Schwung.

Nur 13 Minuten waren gespielt, als eine Verletzung von FCI-Verteidigerin Leonie Haberäcker (Fleischwunde am Bein) Stolte zum Handeln zwang. So kam Katharina Bauer nach überstandenem Kreuzbandriss erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Es blieb ein hochintensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und hoher Geschwindigkeit. Die Berlinerinnen hatten nach einem schönen Spielzug die nächste Chance durch Halverkamps, die aber knapp am FCI-Gehäuse vorbeizielte (18.). Die Schanzerinnen agierten durchaus auf Augenhöhe, schafften es aber nicht, gegen die beste Abwehr der Liga echte Tormöglichkeiten zu kreieren. Immerhin eine Halbchance ergab sich nach einem Freistoß von Jenny Beyer (23.). Danach verzog Wüst nach Vorarbeit von Emma Kusch (30.).

Die 754 Zuschauer sahen eine spannende Begegnung auf hohem Niveau, bei der sich beide Teams nichts schenkten. Daum rettete nach einem Fehlpass von Wüst gegen die heraneilende Melina Reuter (38.), Felix‘ Distanzschuss im Gegenzug landete bei Viktoria-Keeperin Melanie Wagner (39.).

Stolte lobt trotz Nederlage: „Jede Spielerin war top“

Kurz vor der Pause dann der Treffer des Tages: Der FCI konnte einen Berliner Angriff nicht klären, sodass Halverkamp aus dem Rückraum das 1:0 erzielte (41.). „In den ersten 30 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem wir sogar mehr Spielanteile hatten. Leider haben wir dann durch einen Sonntagsschuss das Gegentor kassiert“, ärgerte sich FCI-Coach Stolte.

Auch nach dem Seitenwechsel verzeichneten die Berlinerinnen mehr Ballbesitz, hatten mehr Strafraumaktionen, wurden aber selten wirklich gefährlich. Zudem gab es nun immer wieder Unterbrechungen, so dass der Spielfluss etwas verloren ging. Ehegötz versuchte es mal aus der Distanz (60.), auf der anderen Seite landete ein Kopfball von Steffi Reischmann in den Armen von Viktoria-Schlussfrau Wagner (62.). Im Weiteren vereitelte FCI-Torhüterin Daum noch die eine oder andere Halbchance der Gastgeberinnen, während die Schanzerinnen nur noch bei Standardsituationen gefährlich wurden. Entsprechend blieb es beim 1:0 für die Berlinerinnen.

„Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht geduldig genug. Aber wenn wir so einem Gegner trotz der Widrigkeiten derart Paroli bieten können, kann ich der Mannschaft nur ein Lob aussprechen. Jede Spielerin war heute top. Wir waren auf Augenhöhe mit Viktoria und können jedes Team der Liga ärgern. Nur nach vorne waren wir nicht zwingend genug“, erklärte Stolte.

Weiter geht es für die Schanzerinnen am kommenden Sonntag (14 Uhr) gegen den punktgleichen direkten Verfolger SC Sand.

FC Ingolstadt: Daum – Mijatovic, Gaugigl, Fritz (71. Vidovic), Haberäcker (13. Bauer) – Beyer, Felix (71. Namutebi) – Fähnrich (71. Strobel), Reischmann, Kusch – Wüst (46. Frizberg).Tor: 1:0 Halverkamps (41.). – Schiedsrichter: Böhm (Lüneburg). – Zuschauer: 754.

DK