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Nach holprigem Saisonstart gerät Bayern-Talent Lennart Karl unter Druck: Uli Hoeneß kritisiert ihn deutlich und kündigt ein ernstes Gespräch an. Er fordert Demut.
Der Saisonstart von Lennart Karl verlief nicht so, wie sich die Bayern das erhofft hatten. Von der Durchschlagskraft der letzten Saison ist nach seiner Verletzung aus dem Sommer, die Karl auch die WM kostete, nicht mehr so viel übrig.
Intern wird Karl unter den Bossen aktuell kritisch gesehen. Die Münchner schauen genau hin und fordern mehr von ihrem Toptalent, auch wenn einem Spieler mit 18 Jahren immer zugestanden werden muss, dass er so manche Formdellen hat.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich nun zu Karl geäußert und Kritik geäußert. „Ich plane, ein ernstes Wort mit ihm zu sprechen. Er ist weit davon entfernt, ein Superstar zu sein. Junge Spieler brauchen Demut“, sagte Hoeneß der „Welt“ und weiter: „Vergleiche mit Olise tun ihm eindeutig nicht gut, zwischen ihnen liegt immer noch eine Welt der Unterschiede“.
In den letzten Partien fiel Karl durch Zurückhaltung auf. In den Dribblings war er nicht so explosiv wie gewohnt, die Abschlüsse flogen kreuz und quer am Tor vorbei. Deswegen sammelte er zuletzt auch weniger Minuten, als er sich vorgestellt hatte.
In der laufenden Saison sammelte Karl bisher neun Einsätze, stand insgesamt 267 Minuten auf dem Platz. Einen Treffer konnte Karl erzielen, dieser gelang ihm im Auswärtsspiel in der Bundesliga gegen die SV Elversberg.
Ein formstarker Karl wäre für den FC Bayern aktuell durchaus wichtig, denn in den kommenden Wochen stehen nicht nur viele Spiele auf dem Programm.
Die Verletzung von Luis Diaz und die Tatsache, dass Jamal Musiala sich noch in der Reha befindet, sorgen zusätzlich für eine gewisse Ausdünnung in der Offensive.
Von Manuel Behlert