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St. Paulis Song-Contest geht in nächste Phase! Hrgota: „Glaube nicht, dass das kommt“
Die Fans des FC St. Pauli dürfen sich schon bald über eine neue Hymne freuen. WITTERS
Die Fans des FC St. Pauli dürfen sich schon bald über eine neue Hymne freuen.
WITTERS

Aus mehr als 4000 Einsendungen bleiben 25 Songs übrig. Wann die nächste Abstimmung für die neue St. Pauli-Hymne beginnt und was geprüft wird.

„Halbzeit!“, könnte man im Fußball-Sprech in Bezug auf den Song-Contest des FC St. Pauli sagen. Der „Anpfiff“ in Form der Einreichungsphase ist längst beendet. Die Sichtung sowie die erste Abstimmungsrunde nun ebenfalls. Bis Mittwoch konnten die Fans ihre erste Auswahl treffen. Nun warten alle Anhänger des Kiezklubs darauf, dass der „Schiedsrichter“, der Verein, die zweite Hälfte „anpfeift“.

Bei all den Floskeln und Terminen kann man schon mal durcheinander kommen. Also noch einmal in aller Übersichtlichkeit: Vom 22. September bis zum 15. Oktober konnten Vorschläge für die neu gesuchte St. Pauli-Hymne eingereicht werden. Ab dem 19. Oktober standen die eingereichten Stücke dann zur Sichtung bereit. Ein erster Überblick konnte sich verschafft werden. Die erste Abstimmungsphase, die aus den über 4000 eingereichten Liedern 25 machen sollte, lief bis zum 4. November. 

Ablauf St. Pauli-Song-Contest

22.9.-15.10.: Einreichen

Ab dem 19.10.: Sichtung

30.10.-4.11.: Erste Abstimmungsrunde

4.-12.11.: Prüfung

13.-18.11.: Zweite Abstimmungsrunde

20.-25.11.: Finale

Ab dem 26.11.: Bekanntgabe

Einer, der bislang nicht partizipiert hat, ist St. Pauli-Profi Branimir Hrgota. „Ich habe da nicht reingehört“, gestand der 33-Jährige. „Aber wahrscheinlich werde ich es machen, wenn wir da in Richtung Top-3 kommen.“ Auch er wolle dann „mithören“, „mitfiebern“ und sich Gedanken machen, welcher Song ihm am meisten zusagen würde. Zwar ist eine große Vielfalt an Songs und Emotionen dabei, doch seinen privaten Musikgeschmack wird die Hymne aller Voraussicht nach nicht treffen.

St. Pauli prüft verbleibende Songs

Hrgotas Vorlieben liegen eher „Richtung Hip-Hop und R'n'B“, erzählte Hrgota. „Aber das glaube ich nicht, dass das mal kommt“, schob er lachend hinterher. Trotz seiner langjährigen Erfahrung in der Bundesliga und all den Stadien, die er bereits hautnah erleben durfte, habe er derweil (noch) keine Lieblings-Hymne. „Jedes Stadion hat sein eigenes Ding. Irgendeine besondere kann ich jetzt nicht nennen“, moderierte er das Thema trocken ab.

Und jetzt? Überprüft der Kiezklub die 25 übrig gebliebenen Songs auf Rechte, Herkunft und Text. Ein Mechanismus, der nur Sinn ergibt. Schließlich ist die Ursache, warum der Song-Contest überhaupt stattfindet, dass „Das Herz von St. Pauli“ aufgrund der hinreichend diskutierten Nazi-Verstrickungen von Texter Josef Ollig aus dem Stadionprogramm gestrichen wurde.

Neue Hymne könnte noch im November vorgestellt werden

Kommende Woche soll das Ergebnis der ersten Abstimmungsrunde kommuniziert werden. Vorbehaltlich der Prüfungsphase, die nach Vereinsangaben bis zum 12. November andauert. Einen Tag darauf, am 13. November, soll dann die zweite Abstimmungsrunde starten. Das Motto: „Aus 25 werden 5.“ Vom 20. bis zum 25. November haben die Fans dann ausreichend Zeit, die verbleibenden Lieder von oben nach unten und von links nach rechts durchzuhören und die finale Wahl zu treffen: „Aus 5 wird 1.“

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„Ab dem 26. November“, so schreibt es der Verein, ist anschließend mit der Bekanntgabe des Gewinnersongs zu rechnen. Zwei Heimspiele würden dann noch im Kalenderjahr 2026 verbleiben. Am 5. Dezember ist der 1. FC Heidenheim zu Gast am Millerntor, am 19. Dezember gastiert Tabellenführer Hertha BSC. Vielleicht bekommt Hrgota dann ja seine neue, ganz  besondere Lieblings-Hymne zu hören.