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Erling Haaland trifft mit Vorliebe gegen RB Leipzig. Der Norweger war beim 3:2-Erfolg für Manchester City lange nur Statist, doch am Ende entschied er das Spiel.
Leipzig/sid/ukr – Sein Erfolgsgeheimnis? „Eigentlich ganz einfach”, sagte Matchwinner Erling Haaland, nachdem er die Partie für Manchester City bei RB Leipzig mit seinem späten Treffer entschieden hatte: „Man muss über die gesamten rund 100 Minuten eines Spiels voll bei der Sache sein. Auch wenn ich nicht oft am Ball bin, darf ich nicht zu viel nachdenken. Ich konzentriere mich einfach darauf: Wenn sich eine Chance bietet, versuche ich, ein Tor zu erzielen.”
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Über 75 Minuten hatten die Sachsen die norwegische Tormaschine erfolgreich aus dem Spiel genommen – dann schlug Haaland eiskalt zu. Mit seinem Treffer zum 3:2 (1:0) in der 78. Minute sorgte er für Leipzigs dritte Niederlage im vierten Spiel der Ligaphase der Champions League. Immer wieder lauerte der Sturmhüne, brachte sich neu in Position, war kaum ins Spiel eingebunden. Es war erst sein elfter oder zwölfter Ballkontakt mit dem er den Siegtreffer erzielte; insgesamt waren es 18 in 90 Minuten.
In letzter Konsequenz zögerte Willi Orban den Bruchteil einer Sekunde, seine Grätsche lief ins Leere. Doch die Szene hatte ihren Ursprung in der gegnerischen Hälfte, als Elliot Anderson auf der Halbspur Doppelpass spielte, seine Gegenspieler allesamt abschüttelte und präzise für Haaland vorlegte. „In dieser Situation ging es darum, auf den richtigen Moment zu warten, im richtigen Augenblick anzugreifen und den Ball im Netz unterzubringen”, so Haaland ziemlich mitleidslos: „Genau das habe ich getan.”
Der 26-Jährige hatte zuvor kaum Akzente setzen können. Erst in der Schlussphase war er zur Stelle und grätschte eine flache Hereingabe von Elliot Anderson ins Tor. Leipzigs Christoph Baumgartner zeigte sich wenig überrascht. „Das kennen wir ja leider alle. Du hast das Gefühl, ihn im Griff zu haben und dann ist er einfach da. Aber auch davor der Assist. Das ist einfach brutale individuelle Qualität. Glückwunsch an ihn und an City, trotzdem wäre das für uns anders möglich gewesen.”
Mit ebenso breitem Grinsen wie nach seinem Siegtreffer berichtete der City-Kapitän über seine Erfahrungen gegen RB, wo er einst im Winter 2019/20 fast selbst gelandet wäre: „Ich habe mit Dortmund und City häufig gegen sie gespielt, wir haben uns fast jedes Jahr getroffen. Es ist immer gut gegangen, ich habe ein paar Tore gegen sie geschossen.” Genauer gesagt war es sein 13. Treffer im neunten Duell gegen die Leipziger. „Es ist immer cool, gegen sie zu spielen. Ich genieße das”, freute sich Haaland.
Haalands Torwerk gegen RB Leipzig:
Und dennoch: RB spielte stark auf und glich nach dem Eigentor von Castello Lukeba (37.) sowie dem City-Treffer von Enzo Fernández (58.) zwei Mal durch Ridle Baku (49.) und Antonio Nusa (61.) aus – am Ende stand dennoch die dritte Niederlage im vierten Spiel. Auch wegen Erling Haaland, dem einige wenige Momente genügen, um ein Spiel zu entscheiden.
Doch der Spielführer haderte mit der Teamleistung: „Wir müssen daran arbeiten, mehr zu wollen, wenn wir einmal in Führung gehen und nicht so nachzulassen, wie wir das heute getan haben.”