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Ski-Legende Fritz Strobl findet klare Worte für die aktuellen Kräfteverhältnisse im Weltcup. Der 54-Jährige wirft die Flinte aber nicht ins Korn.
Eine Anlaufstelle für alle Athleten – das will das Donnerstag neu eröffnete „Salomon Performance Center“ in Grödig nahe Salzburg sein. Also für jüngere Skiprofis wie Viktoria Bürgler und Vincent Wieser – und für Legenden, die ihre Karrieren längst beendet haben.
Eine davon ist Fritz Strobl. Der Abfahrts-Olympiasieger von Salt Lake City 2002 zittert in dieser Saison um einen speziellen Rekord: die schnellste Fahrt auf der Kitzbüheler „Streif“. 1:51,58 Minuten benötige der „Mozart der Mausefalle“ bei seiner Fabelfahrt 1997. Just zum 30er könnte der Rekord im Jänner 2027 fallen. „Giovanni Franzoni war heuer schon knapp dran“, blickt der Kärntner auf den Sieg des Italieners in 1:52,31 Minuten zurück. Heiße Anwärter sind mit Franjo von Allmen und Marco Odermatt zwei Schweizer.
Österreicher sieht er mit Ausnahme von Vincent Kriechmayer nicht im Kreis der Kandidaten. „Aus heimischer Sicht sehe ich derzeit leider keine Siegläufer“, meint der 54-Jährige. Das gilt aber für den ganzen Weltcup. „Bei den Trainern sind wir gut aufgestellt. Von den Rahmenbedingungen stehen wir der Schweiz um nichts nach“, sagte Strobl. Aber: „Für rot-weiß-rote Erfolge muss alles passen.“
„Das hilft nichts“
Nach dem sehr durchwachsenen Auftakt in Sölden ist er dennoch nicht negativ gestimmt. „Ich bin ein positiver Mensch. Nach dem ersten Rennen die Flinte ins Korn zu werfen, hilft nichts. Wir haben heuer eine WM und auch Läufer, die um Medaillen mitfahren können.“