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Der HSV bangt vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart um Albert Sambi Lokonga. Wie viel Risiko geht der HSV? Und wer könnte ihn ersetzen?
Es ist DIE große Personalfrage vor dem HSV-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de): Kann Albert Sambi Lokonga spielen oder nicht? Ein Ausfall wäre doppelt bitter. Nicht nur, weil der HSV die Qualitäten des Belgiers dringend benötigt, sondern weil mit Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) der andere Stammspieler im Mittelfeldzentrum auch schon zu ersetzen ist.
Am Freitagvormittag absolvierte die Mannschaft ihr obligatorisches Abschlusstraining. Sambi Lokonga soll nicht bei seinen Kollegen gewesen sein, sondern separat mit Reha-Trainer Sebastian Capel geübt haben. Gleiches galt demnach auch für Bakery Jatta.
Patson Daka hingegen soll sich zunächst mit dem Team erwärmt haben und dann ins individuelle Programm gewechselt sein. Der Stürmer erholt sich noch von seinem bei der sambischen Nationalmannschaft erlittenen Muskelfaserriss, könnte aber entsprechend seines Fortschritts schon kommende Woche in Paderborn wieder eine Alternative sein.
Noch weiter ist Albert Grønbæk, der sich ebenfalls in der Länderspielpause im Kreise der dänischen Auswahl einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und am Samstag gegen Stuttgart gemäß der Hoffnung von Polzin definitiv zum Kader gehören soll. Der Däne wird als Joker gefragt sein und ist noch keine Startelfoption.
Und Sambi Lokonga? Der sollte in Rembergs Abwesenheit eigentlich erstmals von Beginn an als HSV-Kapitän auflaufen. Schon in Hoffenheim trug er in der Schlussphase die Binde. „Ich werde das niemals als selbstverständlich ansehen“, wusste er die Ehre, das Armband zu tragen, schon nach dem Sieg im Kraichgau zu schätzen.
Sein Stellenwert könnte auch zum entscheidenden Faktor für einen Einsatz werden. Nicht auszuschließen, dass Sambi Lokonga trotz verpasstem Abschlusstraining am Samstagmorgen sein „Go“ gibt, wenn er sich gut fühlt. Die Tendenz geht allerdings in Richtung Ausfall. Grundsätzlich weiß man beim HSV um die körperlichen Probleme, die der 26-Jährige hat. Damit weiterhin verantwortungsvoll umgehen zu wollen, betonte Polzin auch noch einmal in der Pressekonferenz am Donnerstag.
Dass sowohl Spieler als auch Trainer seit seinem Wechsel vom FC Arsenal kein unnötiges Risiko eingingen, sorgte bisher zumindest dafür, dass Sambi Lokonga halbwegs gesund durch die letzte Saison kam, auch wenn er immer mal wieder ein Spiel aussetzen musste.
Bisher stand dem HSV aber auch immer Remberg zur Verfügung. Sämtliche Führungsaufgaben im Zentrum müssten bei einem Doppel-Ausfall neu geschultert werden. Auch die Alternative wäre eine völlig neu formierte Konstellation. In Sambi Lokongas Abwesenheit hatte in der vergangenen Saison auch Fábio Vieira immer mal den kreativen Part auf der Doppelsechs neben Remberg übernommen. Ob Polzin das auch mit einem dann neuen Partner als Option erachtet, gilt als offen.
Letztlich ist auch noch nicht final geklärt, ob Kofi Amoako überhaupt von Beginn an als Remberg-Vertreter auflaufen wird. Ein logischer Eins-zu-eins-Ersatz für Sambi Lokonga wäre derweil Bilal Nadir, der schon beim ersten Ausfall des Belgiers gegen Mainz in der Startelf rutschte, bei der 0:5-Pleite aber bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde.
Auch Martin Adeline könnte eine Position weiter nach hinten rücken. Finalen Aufschluss wird vermutlich erst der Spielbericht geben, der etwa eine Stunde vor Anstoß veröffentlicht wird.