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Eine unliebsame Berührung mit dem Williams-Renner von Alex Albon sorgte dafür, dass Fernando Alonso nach dem Rennen in Austin austeilte. Der stolze Asturier, der den US-GP von Platz 12 in Angriff nehmen durfte, nach der Kollision, die viel Abtrieb kostete, aber mit stumpfen Waffen kämpfte, kam als Sechszehnter ins Ziel und ätzte: «Wenn man hinten im Feld startet, dann besteht immer ein Risiko. Ich glaube, dass die Qualität des hinteren Drittels des Feldes sehr zu wünschen übrig lässt, das haben wir heute mit Alex gesehen. Deshalb müssen wir das Auto weiter verbessern, um weiter vorne starten zu können.»
Die Aussage sorgte für viel Wirbel im Fahrerlager, und auch in Mexiko wollte der 32-fache GP-Sieger sein Urteil über die Konkurrenz nicht relativieren. Im Gegenteil. Alonso erklärte: «Ich weiss nicht, ob es genau ein Drittel des Feldes ist, ich habe Berichte gesehen, in denen spekuliert wurde, welche sieben oder acht Fahrer dies wohl betrifft. Ich kann keine genaue Zahl nennen, aber ich denke, wir alle wissen, wer gemeint ist und wer sich von diesen Aussagen angegriffen gefühlt hat.»
«Das sagt doch schon alles aus», schimpfte der Spanier aus dem Aston Martin Team. «Ich sehe das nach wie vor so, das war ein unnötiger Fehler, und ich habe immer noch Mühe, zu sehen, was Alex sich da erhofft hat. Aber es geht nicht nur um das Rennen in Austin. Leider bin ich schon das ganze Jahr da hinten unterwegs, und ich sehe vom Cockpit aus Sachen, die ich nicht beschreiben kann.»
Das sei im Übrigen schon seit Jahren der Fall, präzisierte Alonso, und räumte ein: «Natürlich sind die Autos im hinteren Teil des Feldes schwieriger zu fahren. Sie bieten weniger Grip und die Fehler häufen sich, weil man die Situation nicht unter Kontrolle hat. Das Auto ist nicht benutzerfreundlich, deshalb passieren auch häufiger Fehler.»
«Aber ich habe das Gefühl, dass all die Zwischenfälle, die Berührungen, die abrasierten Frontflügel-Endplatten – all diese Dinge, die in der ersten Runde passieren, unnötig sind. Vor allem, wenn man am Ende des Feldes kämpft, wo es um nichts geht», fügte der 45-Jährige an.