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Grazer Sparpaket hat Folgen: Geld weg, Sportklubs sauer

2025 vergab die Holding Graz 2,3 Millionen Euro, davon ging die Hälfte an die drei Profiklubs. In die Debatte platzt ein kritischer Prüfbericht des Bundesrechnungshofes.

Ein Fußballstadion mit Flutlichtmast und überdachten Rängen, in dem zahlreiche Fans Fahnen schwenken und Banner wie „Grazer Sturmflut“ halten.
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© APA/ERWIN SCHERIAU

Beim Match Sturm gegen Fenerbahce war die Grazer Sportwelt noch mit sich im Reinen (Archivbild)

Verschnupft reagierten die Verantwortlichen der Fußballklubs SK Sturm und GAK sowie des amtierenden Eishockeymeisters Graz 99ers, dass ab 2027 keine Sponsoringmittel der Holding Graz mehr in die Profimannschaften fließen.

Die 99ers strichen gleich einmal „Graz“ aus ihrem Namen, befristet bis zum Wochenende. Die Sturm-Kicker traten bei einem Match mit Jacken auf, bei denen „Graz“ überpickt war. Sturm-Präsident Christian Jauk monierte, von der Heimatstadt „im Stich gelassen“ worden zu sein.

Die Hälfte der Mittel ging an die Profis

Doch worum geht es eigentlich? Oder besser: um wie viel? Laut Sponsorbericht vergab die Holding Graz 2025 2,3 Millionen Euro an 99 Projekte - etwas mehr als die Hälfte davon ging an die Profiteams von Sturm, GAK und 99ers. Konkret erhielten die Vereine rund 1,2 Millionen Euro:

  • SK Sturm - rund 580.000 Euro
  • GAK - rund 310.000 Euro
  • Graz 99ers - rund 300.000 Euro.

Nachwuchsmannschaften, Frauenteams und „special need“-Mannschaften dieser Klubs erhalten weiterhin Geld von der Stadt.

Die Rathauskoalition aus KPÖ und Grüne begründete das Aus für das Sponsoring ab 2027 mit dem Spardruck, 65 Millionen Euro müssen bis 2028 im Budget eingespart werden. So fällt nicht nur das Geld für die Sportprofis weg, sondern auch die kostenlose Altstadtbim oder das Öffi-Ticket für alle Rathausmitarbeiter.

Kritik vom Rechnungshof

Maßnahmen, die auch der Bundesrechnungshof in seinem aktuellen Prüfbericht anregt: Es sei „Eigeninitiative der Stadt Graz gefordert“, um ihre finanzielle Lage zu verbessern, heißt es darin. „Das Leistungsangebot ist kritisch zu hinterfragen und strukturell zu redimensionieren.“

Bereits 2024 sei Graz nicht mehr fähig gewesen, laufende Ausgaben für Personal-, Sach- oder Finanzaufwand völlig durch laufende Einnahmen zu decken. Die Gesamtschulden erhöhten sich durch neue Darlehen zwischen 2021 und 2025 um 39 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro, mahnt der Rechnungshof. Die von der Koalition geplanten Maßnahmenkataloge hätten aber nicht ausgereicht, um gegenzusteuern, sondern „konnten nur mehr darauf abzielen, die Zahlungsfähigkeit der Stadt aufrechtzuerhalten“.

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