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Auf dem Platz läuft Borussia Dortmund seiner Form derzeit meilenweit hinterher. Zuletzt blieb der BVB dreimal in Folge ohne Sieg, auch bei Sabah FK in Aserbaidschan tat sich die Mannschaft von Niko Kovac schwer. Auf den Rängen liefern die schwarzgelben Anhänger derweil eine Vorstellung ab, die selbst ihren eigenen Verein sprachlos macht.
Drei Auswärtsspiele in sieben Tagen, drei Länder, Tausende Kilometer – und jedes Mal eine aufwendige Choreografie. Von Bodö über Berlin bis Baku haben die mitgereisten Fans ein organisatorisches Kunststück vollbracht. Die Aktionen sind sogar aufeinander abgestimmt. Borussia Dortmund reagiert mit einer Liebeserklärung.
📌 Dortmunds Hammer-Reiseplan
Den Anfang machte die Aktion am 14. Oktober im norwegischen Bodö. Vor der Kulisse des Polarkreises entrollten die Dortmunder Fans ein riesiges Banner. Darauf waren eine winterliche Landschaft und die Polarlichter zu sehen. Dazu die Botschaft: „Am Polarkreis, im Schatten der Aurora, brennt mein Herz für dich, Borussia!“
Drei Tage später folgte in Berlin bereits das nächste Spektakel. Wieder gab es eine großflächige Choreografie, diesmal mit einem Meer aus schwarzgelben Fahnen, einer aufwendigen Hintergrundgestaltung und riesigen Spruchbändern. „In den Metropolen dieser Welt singen wir laut für Schwarz und Gelb“, stand darauf.
Doch damit war der Aufwand noch längst nicht vorbei. Am Dienstagabend setzten die Fans in Baku den dritten Teil ihrer außergewöhnlichen Serie um. Im Gästeblock des Olympiastadions hielten die Anhänger unzählige blaue Schals in die Höhe. Drum herum prangten zwei riesige Spruchbänder mit der Botschaft: „Führt der Weg selbst ans Kaspische Meer, bist du mir jede Reise wert.“
Besonders beeindruckend: Die drei Aktionen ergeben zusammen eine Liebeserklärung an Borussia Dortmund. Von der arktischen Landschaft über die schwarzgelben Fahnen in Berlin bis zum blauen Gästeblock in Aserbaidschan zieht sich ein gemeinsamer Gedanke durch die gesamte Reise.
Selbst Borussia Dortmund fehlen angesichts dieser Leistung die Worte. Auf seinem offiziellen X-Kanal veröffentlichte der Verein eine Bildercollage der drei Choreografien und schrieb: „Sieben Tage, drei Länder, davon zwei in den äußersten Ecken des Kontinents – und IHR stellt das hier auf die Beine!“ Anschließend folgte nur noch: „Keine Worte. Nur Liebe.“
Der Kontrast könnte derzeit kaum größer sein. Die Dortmunder Profis suchen nach ihrer Leichtigkeit, ließen gegen Werder Bremen eine Zwei-Tore-Führung liegen, enttäuschten in Bodö und blieben auch bei Union Berlin torlos. Auf den Rängen ist von einer Formkrise dagegen nichts zu erkennen.
Natürlich sind die sportlichen und organisatorischen Herausforderungen nicht direkt vergleichbar. Doch die Leidenschaft der mitgereisten Anhänger ist bemerkenswert. Während auf dem Rasen zuletzt vieles Stückwerk blieb, haben die Fans über drei Länder hinweg ein bis ins Detail abgestimmtes Gesamtkunstwerk geschaffen.
Die Mannschaft muss sich ihren Applaus derzeit mühsam verdienen. Ihre Anhänger haben ihn längst sicher.