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In besonderem Revierduell: Starke SGS Essen bereitet den BVB-Frauen Probleme
Umkämpftes Spiel: Lena Ostermeier vom BVB im Zweikampf mit einer Essenerin.© BVB | Lena Hehemann

An diesem Sonntagnachmittag stand für einige AkteurInnen von Borussia Dortmund ein ganz besonderes Spiel an: Mit der U21 der SGS Essen war am zehnten Spieltag dieser Regionalliga-Saison nämlich nicht bloß ein Reviernachbar zu Gast, sondern für BVB-Cheftrainer Markus Högner und vier seiner Spielerinnen auch der ehemalige Verein. Und wenngleich sich bei der Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck nach dem Bundesligaabstieg der ersten Mannschaft im Sommer auch im Unterbau einiges verändert hat – das Umfeld ist dem 59-Jährigen „natürlich noch bestens vertraut.“

Nach überstandener Verletzung zurück in Schwarz-Gelb: BVB-Spielerin Marina Scholz.

Dass sein Team vor 3083 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Roten Erde am Ende mit 1:0 als knapper Sieger vom Platz ging, war für Högner bei allem emotionalen Wiedersehen jedoch das Wichtigste. Denn obwohl die SGS als Tabellendreizehnter mit erst einem Dreier und sieben erzielten Toren als klarer Underdog in die Partie gegangen war, tat sich Schwarz-Gelb gegen die Lila-Weißen lange schwer. Zwar näherten sich die Dortmunderinnen in Person von Ex-Essenerin Ramona Maier bereits nach 45 Sekunden (geblockt) ein erstes Mal dem gegnerischen Kasten an, agierten in der Folge aber bei weitem nicht so dominant, wie erwartet.

Fehlende Dominanz: BVB gegen SGS ungewohnt schwach

Die SGS hielt stark dagegen, spielte phasenweise sogar wirklich gut mit und ließ bis auf zwei Abschlüsse von Annika Enderle (6. und 18. Minute) – ebenfalls mit Essener Vergangenheit – und einem Dropkick von Maier (31.), die allesamt in den Armen von Pia Lucassen landeten, keine klaren Chancen zu. Im Gegenteil: Die Gäste meldeten sich mit einem Eckball nach 15 Minuten selbst offensiv an, drängten den BVB, der aufgrund einer frühen Verletzung von Sara Ito (20.) einige Zeit in Unterzahl agieren musste, tief in die eigene Hälfte und zwangen Laura van der Laan kurz darauf zu einer ersten Parade (26.).

BVB-Linksverteidigerin Ann-Sophie Vogel im Laufduell mit Leila Schmit von der SGS Essen.© BVB | Lena Hehemann

Waren die Dortmunderinnen auch nicht völlig von der Rolle, so richtig wiederzuerkennen waren sie nach zuletzt starken Leistungen auch nicht. So brauchte es für das zumindest etwas beruhigende 1:0 die individuelle Klasse einer Alex Popp: Eine Hereingabe von Enderle von der linken Seite beförderte die Kapitänin am kurzen Pfosten volley ins Netz (36.). Wer glaubte der Führungstreffer würde den BVB fortan beflügeln, hatte sich getäuscht. Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte klar den Essenerinnen, die erst per Ecke, bei der van der Laan am Ball vorbeiflog (44.), und dann per Freistoß (45., vorbei) nochmal für Gefahr sorgten.

BVB mit späten Bemühungen

Zur Pause dröhnten lautstark Pfiffe durchs Stadion. Diese galten aber weniger den Dortmunder Spielerinnen als Schiedsrichterin Eva Kastenholz, die den anderen beiden langjährigen SGS-Akteurinnen Jacqueline Meißner (34.) und Lena Ostermeier (45.+2) zwei je sehr harte gelbe Karten gezeigt hatte. Mit Wiederanpfiff brachte Högner auch deswegen Rita Schumacher für Meißner in die Partie, die dem schwarz-gelben Spiel zunächst aber auch nicht mehr Kontrolle und Sicherheit einflößen konnte. Stattdessen musste van der Laan wiederholt eingreifen, verhinderte erst mit den Fingerspitzen das 1:1 durch Leonie Kreuz und hatte anschließend Glück, dass deren Kopfball infolge einer Ecke nur an den Pfosten klatschte (58.).

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Schwarz-Gelb wurde erst nach 65 Minuten mal wieder offensiv gefährlich als Maier nach einer Flanke von Schumacher von links frei vor dem Tor zu wenig Druck hinter den Ball bekam. Lara Schmidt und vor allem Ronja Leubner, die kurz darauf für Ostermeier und Enderle in die Partie kamen, waren zwar durchaus belebende Elemente – einen weiteren Treffer konnten aber auch sie nicht herbeiführen: Kopfbälle von Popp (73., nach Schumacher-Ecke) und Leubner (76., nach Schumacher-Flanke) gingen über das Tor, Schumachers Abschluss aus 15 Metern landete ebenso sicher in Lucassens Armen (77.) wie die der eingewechselten Marina Scholz mit Schlusspfiff.