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Joshua Kimmich stand gegen Borussia Dortmund zum ersten Mal nach dem Tod seines Vaters wieder auf dem Platz. Stefan Effenberg befürwortet die Entscheidung des Nationalspielers – aus besonderen Gründen.
Stefan Effenberg hat Bayern-Führungsspieler Joshua Kimmich für sein schnelles Comeback nach einem persönlichen Schicksalsschlag gewürdigt.
"Es ist gut, dass er die Entscheidung getroffen hat, so schnell wie möglich wieder zurück in den Alltag, zurück zur Beschäftigung zu kommen und zu spielen", sagte Effenberg im Gespräch mit t-online mit Blick auf Kimmichs Einsatz im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag. Kimmichs Vater Berthold war vor wenigen Wochen mit nur 57 Jahren gestorben, der Mittelfeldspieler verpasste daraufhin drei Pflichtspiele der Münchner.
"Es ist immer ein ganz krasser und harter Einschnitt, eine geliebte Person zu verlieren", bekundete Effenberg, "eine unbeschreiblich schwierige Situation, in der man Halt braucht, Unterstützung, vielleicht auch Ablenkung". Da könne der Alltag helfen. "Insofern war seine Rückkehr absolut die richtige Entscheidung."
Effenberg weiter: "Dass er dann auch noch sofort wieder so eine starke Leistung zeigt wie beim 2:2 gegen Dortmund – allerhöchster Respekt dafür." Mehr noch: "Da hat er mal wieder gezeigt, dass er der Führungsspieler ist, der er auch sein will und sein soll."
Kimmich hatte nach der Partie dann emotional über seinen Vater gesprochen. "Gerade, wenn ich auf dem Platz stehe, ist es eigentlich die Zeit, in der ich am meisten an ihn denken muss", sagte der 31-Jährige offen.
Effenberg fühlt mit: "Jeder, der so einen Schicksalsschlag erlebt hat, weiß: Das beschäftigt dich immer, ob bewusst oder unterbewusst. Der Schmerz wird immer da sein."