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Als Bundestrainer müsse Klopp genauer abwägen, was er sagt, findet Oliver Kahn. Der Auslöser ist eine Bemerkung über einen Bundesliga-Trainer.
Oliver Kahn (57) hat Jürgen Klopp (59) für dessen öffentliche Einschätzung zur Spielweise von Bayern-Trainer Vincent Kompany kritisiert. Der frühere Nationaltorhüter stört sich daran, dass der Bundestrainer damit in die Arbeit eines Vereinstrainers hineinrede.
"Ich habe erst nachdenken müssen, ob er Nationaltrainer ist oder immer noch Fußballexperte", sagte Kahn bei Sky Sport über Klopps Worte zum 2:2 der Münchner gegen den FC Arsenal in der Champions League.
"Das war so eine typische Fußball-Experten-Aussage, die er da gemacht hat", so die Torhüter-Legende des FC Bayern. "Dass das natürlich auch als Kritik an einem Vereinstrainer gewertet werden könnte." Das müsse Jürgen Klopp auch klar sein.
Es ist nicht der erste Fall, den Kahn anführt. Schon Klopps Formulierung vom "Noch-Bundestrainer" über Julian Nagelsmann (39) während seiner Expertenarbeit bei der Weltmeisterschaft hält er für problematisch.
"Ich glaube, es geht hier auch ein bisschen um Kollegialität unter den Trainern", so der Torhüter, der 86 Länderspiele bestritt und Deutschland 2002 als Kapitän ins WM-Finale führte.
Ein Bundestrainer müsse "schon genau wissen, was er da sagt", mahnte Kahn weiter. Die Folge sehe man unmittelbar: "Das könnte natürlich, und das passiert ja genau jetzt, dazu führen, dass wir über diese Worte diskutieren." Überrascht habe ihn das, "weil man das von einem Bundestrainer normalerweise nicht kennt".
Klopp übernahm die Nationalmannschaft als Nachfolger Nagelsmanns, sein Vertrag läuft bis zur WM 2030. Aus den ersten vier Nations-League-Partien holte er fünf Punkte. Weiter geht es am 13. November in Belgrad gegen Serbien – vor leeren Rängen, die UEFA hat einen kompletten Zuschauerausschluss verhängt.