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Springreitturnier in Borken: Stroman triumphiert, Gerlach wird Elfter
Reiter auf Pferd
Bester heimischer Springreiter: Hannes Gerlach vom RFV Borken, der auf dem Hannoveranerwallach Chapman Blue den elften Platz beim Großen Preis belegte. © Foto: Sara Freudenstein

1258 Starts verzeichnete das Springreitturnier in Borken-Trockenerfurth. Dabei avancierte Amke Stroman zur Siegerin des Großen Preis, während Hannes Gerlach beim Heimspiel den elften Platz belegte.

Eine Weltmeisterin wie Sophie Hinners war diesmal nicht dabei. Auch stellte der ausrichtende RFV Borken diesmal nicht den Sieger. Dennoch waren die Protagonisten der heimischen Reitsportszene vollauf zufrieden mit ihrem zweiten Springturnier in diesem Herbst. Was in erster Linie daran lag, dass die Zahl der Starter – im Vergleich zum Turnier vor zwei Wochen – noch mal gewachsen war. 1258 Starts in 19 Springprüfungen verzeichnete der RFV – und durfte mit Amke Stroman am Ende eine der Favoritinnen zum Gewinn des Großen Preis von Borken beglückwünschen.

Die Reiterin des RFV Richelsdorf schien vollkommen im Einklang mit C‘Assisi, ihrer zwölfjährigen Holsteinerstute, die den kniffligen Umlauf im abschließenden S**-Springen (145cm) ohne Fehlerpunkte in gerade mal 36,52 Sekunden hinter sich brachte. Wie gut die erfahrene Eiterfelderin ihre Pferde an jenem Sonntag im Griff hatte, zeigte sich nur wenig später. Denn Stroman selbst war ihre ärgste Konkurrentin, belegte auf Fräulein Feeling, einem zehnjährigen Deutschen Sportpferd, auch den zweiten Platz – in 37,74 Sekunden. Ebenfalls ein starkes Ergebnis, an das die Konkurrenz nicht herankam. Charlotte Grave (Tangermünde/RFV Richelsdorf) brachte es auf Hella in 38,84 Sekunden zum dritten Platz.

Bester heimischer Starter im meistbeachteten Wettkampf des Wochenendes war Hannes Gerlach, der in Diensten des RFV Borken den elften Platz belegte. Ein kleiner Fehler hatte den 18-Jährigen, der mit dem Hannoveranerwallach Chapman Blue angetreten war, eine Topplatzierung gekostet. „Natürlich etwas ärgerlich, aber unter dem Strich bin ich sehr zufrieden, auch, weil es für mich und das Pferd erst das dritte Springen auf dieser Höhe war“, sagte das Nachwuchstalent, das seit 2019 für die Borkener reitet.

Reiterin auf Pferd
Sie war das Maß aller Dinge: Amke Stroman vom RFV Richelsdorf, die auf C‘Assisi bei Großen Preis zum Sieg eilte. © Foto: Sara Freudenstein

Bitter verlief der Große Preis indes für Annabell Plock. Die Tochter von Frank Plock hatte das erste Herbstturnier des RFV vor zwei Wochen noch gewonnen, beendete den abschließenden Vergleich diesmal jedoch nicht. Weil der Einzug in die Siegerrunde nach einem Fehler am ersten Hindernis bereits nicht mehr möglich war, entschied sich die 17-Jährige, ihre Holsteinerstute Joana für die anstehenden Wettbewerbe zu schonen. Es lief auch nicht alles verkehrt bei Plock – im Gegenteil: Bereits zuvor hatte sie in der Qualifikation zum Förderpreis der Dieter-Hofmann-Stiftung 2026 überzeugt und sich in der Stilspringprüfung der Klasse M** mit Stechen über 130 cm den zweiten Platz gesichert. Damit löste sie ihr Ticket für das Finale, das im Dezember im Rahmen des Frankfurter Festhallen-Reitturniers stattfindet. Dort wird sie gemeinsam mit Gerlach an den Start gehen, der sich ebenfalls für das Finale qualifiziert hat.

Klaproth gewinnt Zwei-Phasen-Springen

Zahlreiche Zuschauer in seinen Bann zog auch das Zwei-Phasen-Springen (S**) am Abend zuvor. Die teilnehmenden Reiter-Pferd-Paare mussten die ersten acht Hindernisse fehlerfrei bewältigen, um daran anknüpfend die zweite Phase mit weiteren Hindernissen bestreiten zu dürfen. Früh gelang das Dirk Klaproth von der RG Kreiensen-Rittierode, der auf Macan van‘t Paradijs den schnellsten makellosen Umlauf verlebte – in nur 36,62 Sekunden. „Die ganzen kurzen Wendungen sind mir sehr gut gelungen, mein Pferd Macan ist einfach fantastisch“, freute sich der Herzberger über seinen Erfolg. Mit gleich zwei Durchgängen dahinter platzierte sich Benjamin Wulschner vom RFV Schwetzingen (38,34s und 39,92s). Gerlach belegte den 14. Platz (48,04s).

Dafür hatte der Borkener bei der Springprüfung M** (130cm) Grund zum Jubeln, als er auf Chapman Blue in 61,34 Sekunden zum Sieg eilte. Ebenfalls einen Heimsieg durften Marc Riechers in der Springprüfung M* (120cm) sowie Denise Boss und Arno Reitze im L-Springen verzeichnen.

(Von Dennis Pritsch)

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