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Kandidat Noah Petrik ist bei "Wer wird Millionär?" an einer kuriosen Frage zur Bundesliga gescheitert, weil sein Telefonjoker falsch lag.
Für 2.000 Euro musste Petrik beantworten, wie der neue Cheftrainer von Union Berlin heißt, der im Juli bei den Eisernen angefangen hat. Zur Auswahl standen "Igor Spassikowski", Mauro Lustrinelli, Erling Gaudigaard und Jimmy Sexyhexi.
Petrik selbst gab sich komplett ahnungslos und sagte, dass er von keinem dieser Namen jemals etwas gehört habe, also griff er auf seinen Telefonjoker zurück. Auch der konnte die Frage nicht beantworten, tendierte aber zu "Igor Spassikowski". Petrik hörte darauf und erlebte ein bitteres Erwachen. Am Ende ging er mit nur 500 Euro Gewinn wieder nach Hause.
Nach dem völlig überraschenden Gewinn der Schweizer Meisterschaft mit dem FC Thun hatte sich Union im Sommer die Dienste von Trainer Mauro Lustrinelli gesichert. Der 50-Jährige soll endlich für Kontinuität auf der Trainerposition in Berlin sorgen. Seit der Trennung von Urs Fischer, der die Eisernen sensationell erst in die Bundesliga und später sogar in die Champions League geführt hatte, gleicht der Trainerstuhl einem Schleudersitz.
In den vergangenen drei Jahren versuchten sich Nenad Bjelica, Bo Svensson und Steffen Baumgart vergeblich daran, die Eisernen dauerhaft in die Erfolgsspur zurückzuführen. Nach der Freistellung von Baumgart in der vergangenen Saison schaffte Union den Klassenerhalt unter Interimstrainerin Marie-Louise Eta, die immerhin sieben Punkte aus den letzten drei Ligaspielen holte.
Anschließend übernahm sie wie vom Verein geplant die Frauen-Bundesligamannschaft und Lustrinelli wurde vom FC Thun geholt. Der Saisonstart verlief unter dem 50-Jährigen jedoch alles andere als berauschend. Aus den ersten sechs Spielen unter seiner Leitung gewann Union nur eines und steckt schon wieder tief im Tabellenkeller. Mit fünf Punkten und einem desaströsen Torverhältnis von -12 liegen die Eisernen aktuell auf dem vorletzten Platz.
Seit dem 0:7-Debakel gegen den FC Bayern Mitte September vor der XXL-Länderspielpause zeigt die Formkurve jedoch eindeutig nach oben. Auf einen 1:0-Sieg über Elversberg folgte am vergangenen Wochenende ein erkämpftes und verdientes 0:0 beim BVB. Am Samstag gastiert Union beim FC Augsburg.