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📌 Der Asien-Cup
Trainer Alexander Blessin hat schon jetzt genügend Probleme. Noch vor dem Auswärtsspiel in Stuttgart musste er auf neun Spieler verzichten. Zuletzt entspannte sich die Situation etwas, doch beim enttäuschenden 0:0 gegen Paderborn wurde erneut deutlich, wie schwer sich Borussia weiterhin tut. Ausgerechnet in dieser Lage hätte im Januar ein weiterer personeller Aderlass gedroht.
Ein Blick auf den Spielplan zeigt, wie unangenehm die ursprüngliche Terminierung für Borussia gewesen wäre. Bereits zum Bundesliga-Neustart gegen Bayern München (8. bis 10. Januar) wären die Nationalspieler weg gewesen. Anschließend warten der FC Augsburg (12. bis 14. Januar) und Union Berlin (15. bis 17. Januar). Gerade solche Begegnungen mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte könnten im Abstiegskampf entscheidend werden.
Auch die folgenden Partien gegen RB Leipzig (22. bis 24. Januar), bei der SV Elversberg (29. bis 31. Januar) und gegen Freiburg (5. bis 7. Februar) überschnitten sich mit dem bisherigen Turnierzeitraum oder dessen Ende. Insgesamt wären also bis zu sechs Bundesliga-Spieltage betroffen gewesen. Wie viele Spiele einzelne Profis tatsächlich verpasst hätten, hätte von ihrer Nominierung und dem Abschneiden ihrer Nationalmannschaften abgehangen.
Die Verschiebung beseitigt dieses Problem für die laufende Saison vollständig. Und selbst der neue Termin im Winter 2027/28 ist aus Vereinssicht günstiger. Denn dann ist womöglich nicht nur die sportliche Lage weniger brenzlig, zusätzlich fällt ein großer Teil des Asien-Cups in die Bundesliga-Winterpause. Diese beginnt nach dem 19. Dezember 2027, ehe am 7. Januar 2028 wieder gespielt wird.
Dass sich die Situation für Gladbach nun entspannt, darf über die Hintergründe der Entscheidung nicht hinwegtäuschen. Die Angriffe auf Saudi-Arabien haben Menschenleben gefordert und die Sicherheitslage massiv verschärft. Die AFC begründet die Verlegung ausdrücklich mit den außergewöhnlichen Umständen in der Region sowie mit logistischen Problemen und Einschränkungen im Reiseverkehr.
Für die Fohlen ist die sportliche Konsequenz trotzdem bemerkenswert. Blessin muss sich im Januar nicht auch noch auf eine mögliche Abstellungswelle einstellen. Gerade angesichts der schwierigen Tabellensituation und der bisherigen Verletzungsmisere ist das eine erhebliche Erleichterung. Der Kampf gegen den Abstieg bleibt schwer genug. Zumindest eine große zusätzliche Sorge ist Borussia nun erspart geblieben.