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Der ehemalige Bayern-Verteidiger Mehdi Benatia hat sich verwirrt über das Abschneiden von Lionel Messi bei der zurückliegenden Ballon-d'Or-Verleihung gezeigt.
Gegenüber Foot Mercato erklärte der Marokkaner, dass er den fünften Platz, den der argentinische Superstar bei der Zeremonie am Montagabend belegte, für ungerechtfertigt halte, schließlich habe Messi abseits der WM nur wenig Außergewöhnliches gezeigt.
"Du verbringst das ganze Jahr in Miami und beendest das Ranking dann auf Platz fünf? Haben europäische Fußballfans Messi häufiger gesehen als Michael Olise?", echauffierte sich Benatia. "Es stimmt, dass er bei der Weltmeisterschaft herausragend war und die ganze Mannschaft für ihn spielt. Dafür gebührt ihm Respekt. Aber wie kann man mir erklären, dass Messi auf Platz fünf steht?"
In der laufenden Spielzeit (seit Beginn des Jahres) erzielte der 39-jährige Offensivspieler 29 Tore in 33 Spielen für seinen Klub Inter Miami, darüber hinaus war er mit acht Treffern in acht Spielen hinter Kylian Mbappe zweitbester Torschütze der zurückliegenden WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Während Benatia für Messi eher weniger lobende Worte übrig hatte, äußerten einige Zeitungen in Messis Heimat Argentinien derweil Kritik daran, dass 'La Pulga' bei der Gala in London nicht einmal auf dem Podium gelandet war.
"Messi hat den Ballon d’Or verdient", heiß es bei der Tageszeitung Ole. "Egal, ob Kane ihn gewonnen hat oder nicht. Messi ist für uns immer der Beste, auch wenn die Europäer den Engländer vom FC Bayern gewählt und den GOAT nur auf den bescheidenen fünften Platz verwiesen haben."
Dabei berief sich das Blatt hauptsächlich auf Messis Darbietungen während des WM-Turniers, die immerhin für den Einzug ins Endspiel gereicht hatten. "Der Makel, im Halbfinale von Messi und Argentinien besiegt worden zu sein, wird niemals verschwinden. Für uns ist und bleibt Leo Messi der Beste. Die Weltmeisterschaft hat dies einmal mehr deutlich gemacht", schrieb Ole.
Messi und Argentinien hatten England und Ballon-d'Or-Gewinner Harry Kane in einem dramatischen Semifinale knapp mit 2:1 besiegt. Dabei lagen die Europäer zunächst lange in Führung, ehe ein später Doppelschlag das Blatt zu Gunsten der Südamerikaner wendete. Im Endspiel unterlag Argentinien schließlich Spanien.
Messi selbst verkündete daraufhin seien Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft an. Gut 21 Jahre nach seinem Debüt gab er am 6. Oktober 2026 beim 3:0-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen den Benin sein Abschiedsspiel.