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Nach der 1:2-Niederlage gegen den TuS Rotenhof steht der VfR Neumünster vor personellen Herausforderungen. Der Oberliga-Tabellendritte muss im Derby gegen den PSV am 8. November auf drei gesperrte Spieler verzichten.
Seine zweite Saisonniederlage kassierte zum Ausklang der Hinrunde Fußball-Oberligist VfR Neumünster. Die Rasensportler zogen vor 302 Zuschauern in der Grümmi-Arena gegen den Tabellenfünften TuS Rotenhof mit 1:2 (0:1) den Kürzeren und verpassten damit die Chance, auf den zweiten Platz vorzurücken.
Schlimmer als die erste Heimpleite vor eigenem Publikum in der laufenden Spielzeit wogen aufseiten des Tabellendritten jedoch gleich drei Sperren, die die Lila-Weißen aus dem Duell mit den Rendsburgern mitnahmen. Kastriot Alija sah in der Schlussminute Gelb-Rot, nachdem ihm Schiedsrichter Florian Lisiak (SV Friedrichsort) erst wegen einer angeblichen Schwalbe verwarnt hatte und dem VfR-Torjäger dann auch noch nach einem Techtelmechtel mit Gästeakteur Felix Knuth die Ampelkarte präsentierte. Alijas Teamkollege Rafael Krause machte seinem Ärger über die aus seiner Sicht einseitige Leistung des Unparteiischen vehement Luft und sah nach dem Abpfiff den Roten Karton.
Zu allem Überfluss hatte sich zuvor Verteidiger Nick Neca im Spielverlauf die fünfte Gelbe Karte eingehandelt, sodass den Rasensportlern im nun anstehenden Derby zu Hause gegen den Tabellenachten PSV am Sonntag, 8. November (14 Uhr), gleich drei Mann fehlen werden, weil sie auf der Strafbank Platz nehmen müssen.
Auch wenn VfR-Trainer Danny Cornelius bei der Aktion mit dem vergeblich auf einen Strafstoß hoffenden Alija von einer „eklatanten Fehlentscheidung“ sprach, wollte der Coach die Niederlage nicht am Unparteiischen festmachen: „Wir haben uns null an den Matchplan gehalten, viel zu früh mit langen Bällen agiert, überhaupt nicht die Räume bespielt und 80 Minuten lang gar nicht ins Spiel gefunden. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“
Dass es gegen Rotenhof wie schon im Heimspiel der Vorsaison zum vergleichbaren Zeitpunkt (zum Rückrundenstart gab es ein 1:3) nicht zu einem Punktgewinn langte, lag laut Cornelius zuvorderst an den äußeren Bedingungen. „Unser Platz ist in einem derart katastrophalen Zustand, dass wir uns selbst unserer Stärken berauben. Der Platz wird von Spiel zu Spiel schlechter, jedem meiner Spieler verspringt immer wieder der Ball. Und so ersticken wir selbst unsere Angriffe im Keim. Der Platz muss unbedingt begradigt werden.“
Seine Truppe war im 4-4-2 formiert worden und ließ gegen Rotenhof viele Wünsche offen. Erschwerend kam hinzu, dass Cornelius seinen Stürmer Moshood „Ola“ Adesanya in der Halbzeitpause auswechseln musste. „Er konnte machen, was er wollte. Jede Aktion wurde gegen ihn gepfiffen“, klagte der Trainer der Lila-Weißen.
Die Gäste gingen nach einer Viertelstunde durch Jann-Ole Fiebelkorn in Führung. Mit einem verwandelten Elfmeter, der aus VfR-Sicht ebenfalls in die Rubrik „umstritten“ fiel und von Neca in einem Zweikampf mit Fiebelkorn verursacht worden war, bauten die Rendsburger ihren Vorsprung aus. Felix Knuth gab Torwart José Aguirre das Nachsehen (65.). Das Anschlusstor von Alija, der nach einer Verlängerung von Manuel Carvalho zum siebten Mal in dieser Saison erfolgreich war, kam für die Hausherren zu spät (88.).
Mit Spannung blickte Cornelius dem nun folgenden Derby gegen die „Polizisten“ entgegen: „Wir hatten zum Saisonstart ein wunderbares Derby beim PSV, das wir zu Recht mit 3:0 gewonnen haben. Die Niederlage kurz darauf im Kreispokal war diejenige von unseren drei Pflichtspielniederlagen, die am meisten weh getan hat. Ich würde das Duell am kommenden Sonntag alleine schon deswegen gerne gewinnen, weil ich mit einer positiven Derbybilanz aus der Saison herausgehen möchte. Dass uns drei gesperrte Spieler fehlen werden, müssen wir akzeptieren.“
VfR Neumünster - PSV Neumünster
Sonntag, 8. November, 14 Uhr
Dieser Text wurde erstellt von:
Torben John
VfR Neumünster