Zurück
Beim «Super Monday» der Swiss Indoors wird der 41-Jährige mit Standing Ovation verabschiedet. Auch McEnroe, Monfils und Djokovic würdigen ihn per Video.
Stan Wawrinka ist am «Super Monday» der Swiss Indoors in Basel mit einer grossen Zeremonie verabschiedet worden. Das Publikum in der St. Jakobshalle feiert den 41-Jährigen mit einer Standing Ovation, Wawrinka wischt sich Tränen weg.
Turnierdirektor Roger Brennwald würdigt ihn in einer Rede, Roger Federer und Andy Murray senden Videobotschaften. Grosse Emotionen in der St. Jakobshalle. Für einmal steht beim turniereröffnenden «Super Monday» der Swiss Indoors kein musikalischer Akt, sondern der Abschied von Stan Wawrinka im Zentrum. Schon als der dreifache Grand-Slam-Champion unter den Augen vieler Weggefährten, seiner Familie und auch Sportminister Martin Pfister in die Halle läuft, gibts eine Standing Ovation des Publikums.
Wawrinka reagiert sichtlich gerührt und muss sich die eine oder andere Träne von der Backe wischen.
«Leider habe ich hier nie gewonnen. Aber es ist ein Traum, hier zu Hause meine Karriere beenden zu können», meint der Schweizer Tennis-Star, nachdem ihn Turnierdirektor Roger Brennwald in einer Rede würdigte.
«Fairplay und der Respekt vor den Gegnern zeichnen dich aus», sagt Brennwald. Einige Minuten zuvor lässt es sich Brennwald in einigen einführenden Worten nicht nehmen, einen indirekten Seitenhieb in Richtung Donald Trump abzusetzen.
«Ausgesetzte Rote Karten wie an der Fussball-WM, die gibts im Tennis nicht», meint der 80-Jährige, nachdem der US-Präsident bei der WM die Aufhebung der Sperre des amerikanischen Spielers Leon Balogun initiierte. Moderiert wurde Wawrinkas Abschiedssause von Sven Epiney. Als der SRF-Mann von der abtretenden Tennis-Legende wissen will, ob es einfacher sei, hier reden zu müssen oder einen Matchball gegen Novak Djokovic zu verwandeln, muss Wawrinka schmunzeln.
«Ich habe schon ein paar Matches gegen Djoko gewonnen. »Der serbische Tennis-Star tritt ebenfalls beim Turnier in Basel an und würdigt den Romand via Videobotschaft. Auch Roger Federer, Andy Murray, John McEnroe und Gaël Monfils verlieren in vorbereiteten Clips ein paar nette Worte für Wawrinka. Musikalisch wird es in Basel dann doch auch noch.
Der Lausanner Singer-Songwriter und Wawrinka-Buddy Bastian Baker erscheint auf dem Centre Court samt Gitarre und gibt einen seiner Hits mit auf Wawrinka umgewandelten Lyrics zum Besten. Zum Schluss melden sich auch noch Wawrinkas Eltern mit emotionalen Worten in einer Videobotschaft zu Wort.
«Ich liebe dich», sagt Mama Isabelle. Der Tennis-Star freut sich und lobt seine Eltern. «Sie waren immer präsent und haben mich immer unterstützt. »