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Dezimierter FC Fürth lässt sich den Schneid abkaufen

Die TSV Auerbach empfängt in der Gruppenliga den SV Groß-Bieberau zum Spitzenspiel. Olympia Lorsch will in Neuauflage des Relegationsduells Revanche.

Jan Zehatschek

Bergstraße. Auf die TSV Auerbach wartet in der Fußball-Gruppenliga das nächste Spitzenspiel. Der Tabellenführer aus dem Bensheimer Stadtteil empfängt am Sonntag (14.30 Uhr) im heimischen Weiherhausstadion den SV Groß-Bieberau, der belegt im Klassement aktuell den dritten Platz und zählt zu den unmittelbaren Verfolgern der Rot-Weißen. „Da kommt eine echte Aufgabe auf meine Mannschaft zu“, ist sich Peter Brandenburger der Schwere der anstehenden Begegnung absolut bewusst. Fraglich ist noch, welches Personal dem Übungsleiter am Sonntag zur Verfügung steht. So litt das Training unter der Woche unter zahlreichen krankheits- und studienbedingten Ausfällen. Endgültige Klarheit, wer am Ende auflaufen kann, herrscht dann wohl erst unmittelbar vor dem Anpfiff.

Neuauflage des Relegationsduells

SC Olympia Lorsch – SV Hahn (Sonntag, 14.30 Uhr). Beide Teams standen sich erst im Sommer dieses Jahres in der Aufstiegsrelegation zur Gruppenliga gegenüber. Damals konnte das Team aus dem Pfungstädter Stadtteil beide Spiele für sich entscheiden und stand als erster Aufsteiger fest. Die Olympia schaffte dies dann später auch noch, sodass sich nun die Wege der beiden Clubs nun wieder kreuzen. „Die Jungs sind motiviert und haben noch eine Rechnung offen. Die Relegation ist bei allen noch präsent und nun wollen wir dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagt Dylan Weijten.

SV Fürth – FSG Riedrode (Sonntag, 14.30 Uhr). Hervorragende Stimmung diese Woche im Training von Fußball-Gruppenligist SV Fürth. Die Mannschaft von SVF-Trainer Jochen Ingelmann war durchaus beflügelt vom jüngsten 4:3-Derbyerfolg gegen den großen Rivalen FC Fürth. „Das war für uns alle ein ganz wichtiger Sieg und vor allem gut für das Ego unserer Spieler“, sagt der Coach. Der SVF konnte am Samstag gegen den FCF vor allem in der zweiten Halbzeit wichtige Akzente setzen in Form von starken Toren, vor allem von Yannick Mar, der im Derby gleich dreimal traf. „Aber wir fanden in der Nachbetrachtung die erste Halbzeit auch richtig gut“, sagte Ingelmann. „Da hatten wir das Spiel gut im Griff und unsere zwei, drei Momente.“ Doch der SVF musste sich auch wieder einfache Gegentore gefallen lassen. „Das zeigt halt auch, was für eine unfassbare individuelle Qualität der FC Fürth – das hat man in diesen Momenten gemerkt“, sagt der SVF-Trainer. Doch der Wille war groß bei den SVF‑Spielern, das Prestigeduell gegen den Nachbarn unter allen Umständen gewinnen zu wollen. „Und diesen Schwung wollen wir jetzt mitnehmen in unser Heimspiel gegen die FSG Riedrode“, sagt Ingelmann. Schwere Aufgabe für den SV Fürth, zumal Leistungsträger Lars-Eric Schwinn nach Gelb-Rot im Derby dann gesperrt sein wird. Ingelmann: „Wir werden unsere Aufstellung entsprechend verändern müssen, Chris Diefenbach eine Position nach vorne rücken und die Zehner-Position neu besetzen.“

Riedrode will körperlich und läuferisch an die Grenze gehen

Die FSG Riedrode muss ebenfalls aufs Personal gucken, hat bis zur Winterpause nur noch 18 bis 19 Spieler zur Verfügung. FSG-Offensivspieler Rojhat Akcan ist allerdings wieder fit. Und auch Miron Hasanaj war nach langer Verletzungspause jüngst beim 2:2 gegen den Tabellenzweiten Auerbach wieder im Einsatz und hat seine Sache gut gemacht. „Wir werden in Fürth körperlich und läuferisch wieder an unsere Grenzen gehen müssen“, sagt Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG Riedrode. „Genau wie gegen Auerbach – da haben es unsere Spieler gut gemacht und daran werden sie sich jetzt messen lassen müssen.“

SV Münster – FC Fürth 3:1 (2:1). Die Mannschaft von FCF-Trainer Ralf Ripperger war stark ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen, musste unter anderem auf die gesperrten Andreas Adamek und Kim Naas verzichten. Die FCF-Leistungsträger hatten vergangenen Samstag im Derby gegen den SV Fürth (3:4 aus Sicht des FC Fürth) Platzverweise nach Handspiel und Foulspiel eingehandelt. Fabian Marx war ebenfalls nicht mit von der Partie. Der FCF-Innenverteidiger hat sich im Nachbarschaftsvergleich die Bänder im Sprunggelenk gerissen und wird in diesem Jahr wohl nicht mehr spielen können. Und die Gastgeber setzten die Odenwälder auch von Beginn an unter Druck. „Wir hatten zu keiner Zeit wirklich Zugriff auf das Spiel“, sagte FCF-Teammanager Özgün Karci. „Münster war uns körperlich schon überlegen.“ Doch die Gäste gingen nach kurzer Drangphase des Gegners trotzdem in Führung. Das 1:0 des FCF: super herausgespielt nach Flanke Luca Joel Sielmann und Tor Florian Butscher nach nur sechs Minuten. Der SVM aber antwortete nur knapp 15 Minuten später mit einem Distanzschuss von Nemanja Parmakovic zum 1:1. „Münster war dann aktiver und bissiger“, sagte der FCF-Teammanager. „Und wir haben uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen.“

Den Gastgebern gelang noch vor der Halbzeit das 2:1 nach guter Flanke auf den zweiten Pfosten und sattem Torschuss unter die Latte von Noah Griessmann. Und in der zweiten Halbzeit ging es dann ordentlich zur Sache mit spätem Strafstoßtor für Münster und zwei Platzverweisen. FCF-Spieler Tim Gensel musste in der 64. Minute nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz und der Offensivspieler ist jetzt im nächsten Spiel der Ripperger-Elf am Sonntag gegen den TSV Höchst ebenfalls gesperrt. „Wir müssen die Situation jetzt annehmen, wie sie ist“, sagte Karci mit Blick auf das nächste schwere Spiel für seine Elf gegen einen Gegner, der nach Trainerwechsel jetzt extrem Rückenwind habe. „Aber wir werden auf Sieg spielen.“

Tore: 0:1 Butscher (6.), 1:1 Parmakovic (19.), 2:1 Griessmann (36.), 3:1 Korndörfer (90.+2, Strafstoßtor). – Schiedsrichter: Burkard. – Zuschauer: 100. – Beste FCF-Spieler: geschlossene Leistung.

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