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Der Hamburger SV hat nach drei Siegen in Folge einen Dämpfer kassiert. Für Paderborn wird ausgerechnet eine HSV-Leihgabe zum Matchwinner.
Das Team von Trainer Merlin Polzin unterlag bei Aufsteiger SC Paderborn mit 0:1 (0:0), die eingewechselte HSV-Leihgabe Rayan Philippe (88.) traf spät.
So verpasste es der HSV erstmals seit 17 Jahren in der Fußball-Bundesliga vier Spiele in Serie zu gewinnen, bleibt aber im Tabellenmittelfeld. Die Paderborner verließen vorerst die Abstiegszone.
Die Hamburger treffen nun zweimal auf Eintracht Frankfurt. Am Dienstag kommt die SGE zum Duell im DFB-Pokal in den Hamburger Volkspark, am Sonntag reist der HSV zum Bundesligaspiel nach Hessen.
Paderborn erwartet am Mittwoch im Pokal den VfB Stuttgart, ehe am Samstag das Kellerduell in der Bundesliga bei Schlusslicht Borussia Mönchengladbach wartet.
Polzin, der vor der Partie von seiner Mannschaft gefordert hatte, "total aggressiv und scharf" in die Begegnung zu gehen, sah eine schläfrige Anfangsphase.
So kam Paderborns Laurin Ulrich zur ersten Gelegenheit des Spiels, nachdem HSV-Kapitän Yussuf Poulsen eine Freistoßhereingabe unzureichend klärte. Ulrichs Schuss rauschte jedoch knapp rechts vorbei (3.).
Bitter für die Gäste: Fabio Vieira verletzte sich früh ohne Gegnerkontakt, Otto Stange kam für ihn in die Partie. In der Folge versuchte der HSV, sich ins Spiel zu kämpfen. Zwar eroberten die Hamburger immer wieder den Ball, doch der ging meist schnell wieder an Paderborn, das mit seinem Ballbesitz allerdings wenig anzufangen wusste.
So entwickelte sich eine zähe erste Hälfte, in der es der HSV immer wieder mit langen Bällen hinter die Paderborner Abwehrkette probierte. Die Hintermannschaft des Aufsteigers hatte jedoch keine Probleme damit. Im Offensivspiel des SCP blieb das Sturmduo Stefano Marino und Steffen Tigges, von dem Trainer Ralf Kettemann gehofft hatte "den Flow mitnehmen" zu können, vor der Pause unauffällig.
Nach Wiederbeginn kam Paderborns Santiago Castaneda zur bis dahin besten Chance der Partie, scheiterte jedoch am hervorragend reagierenden Torhüter Daniel Heuer Fernandes (47.). Kettemanns Team blieb auf dem Gaspedal, scheiterte jedoch zu häufig am letzten Pass.
Hamburg hingegen präsentierte sich weiterhin ideenlos. Terem Moffi verzog zunächst deutlich (59.), Bilal Nadir vergab anschließend aus aussichtsreicher Freistoßposition (63.). Castaneda (73.) fand derweil erneut seinen Meister in Heuer Fernandes, der Schuss von Laurin Curda (74.) landete am Außenpfosten.
Dann ließ Joker Philippe Paderborn jubeln.