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Starke Muskeln allein reichen nicht, weshalb du Sehnen gezielt trainieren solltest und welche Übungen helfen.
Du wirst schneller, stärker und ausdauernder. Doch halten deine Sehnen mit dem Leistungszuwachs Schritt? Die Saison ist vorbei, die ersten Wochen des Wintertrainings stehen an. Nach einer kurzen Pause arbeiten viele Triathleten wieder an ihren Schwächen. Mehr Kraft, eine bessere Laufökonomie und eine höhere maximale Sauerstoffaufnahme stehen auf dem Programm. Die Muskulatur reagiert auf das Training, die Form entwickelt sich und nach einigen Wochen stellt sich das Gefühl ein, wieder richtig belastbar zu sein.
Doch während wir unsere Leistungsfähigkeit anhand von Wattwerten, Laufzeiten oder Maximalkraft beurteilen, bleibt ein wichtiger Teil des Bewegungsapparats weitgehend unbeachtet: die Sehnen. Sie verbinden Muskeln mit Knochen, übertragen Kräfte und speichern bei dynamischen Bewegungen elastische Energie. Ohne sie wäre weder ein kraftvoller Pedaltritt noch ein effizienter Laufschritt möglich.
Muskeln und Sehnen reagieren nicht zwangsläufig im gleichen Umfang auf Training. Ein Athlet kann muskulär bereits höhere Belastungen bewältigen, während einzelne Sehnenstrukturen darauf noch nicht ausreichend vorbereitet sind. Gerade im Triathlon, wo drei Disziplinen und hohe Trainingsumfänge zusammenkommen, lohnt sich deshalb ein genauerer Blick.
Beim Laufen übernehmen Sehnen eine zentrale Funktion. Während der Fuß aufsetzt, werden unter anderem die Achillessehne und die elastischen Strukturen des Fußes belastet. Dabei speichern sie einen Teil der mechanischen Energie, die anschließend beim Abdruck wieder freigesetzt wird. Vereinfacht funktioniert das wie eine Feder. Sie wird gespannt und gibt einen Teil der gespeicherten Energie wieder ab.
Eine wichtige Eigenschaft ist dabei die sogenannte Sehnensteifigkeit. Sie beschreibt, wie stark sich eine Sehne unter einer bestimmten Kraft verlängert. Eine steifere Sehne dehnt sich bei gleicher Belastung weniger stark. Das kann Vorteile für die schnelle Kraftübertragung und die Laufökonomie bieten. Allerdings ist eine möglichst hohe Steifigkeit nicht automatisch besser. Entscheidend ist, dass die mechanischen Eigenschaften zu den Anforderungen der Bewegung passen.
Dabei spielt die Achillessehne beim Laufen eine wichtige Rolle. Auf einer Langdistanz kommen zehntausende Schritte zusammen, bei denen sie immer wieder erhebliche Kräfte aufnehmen und übertragen muss.
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