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Ludovit Reis hat sich endgültig auf eine Nationalmannschaft festgelegt - nun wurde der Profi des SV Werder Bremen auch erstmals nominiert.
Bremen – Bis zuletzt hatte sich Ludovit Reis nicht festlegen wollen, aber den Traum von einer Nationalmannschaftseinladung, den verfolgte er weiter. Der Mittelfeldprofi des SV Werder Bremen besitzt einen niederländischen und wegen seiner familiären Wurzeln auch einen slowakischen Pass, noch im September hatte er in einem DeichStube-Interview zu einer möglichen Entscheidung für eine der beiden Auswahlen gesagt: „Ich bin für beide Seiten offen. Ich werde mich nicht vor der Slowakei verschließen und auch nicht vor dem niederländischen Nationalteam. Wenn ich hier Woche für Woche mit Werder gut spiele und Partien gewinne, dann kommt, was kommt.“ Die Leistungen haben zuletzt mehr als gestimmt – und nun ist auch eine endgültige Entscheidung gefallen: Reis wurde am Mittwoch erstmals für die Slowakei nominiert.
„Wir kannten ihn bereits, ein Anruf genügte. Er bekundete seine Bereitschaft, für uns zu spielen“, sagte Nationaltrainer Vladimir Weiss. „Er ist ein kreativer Mittelfeldspieler, der uns in Abwesenheit von Stanislav Lobotka vielleicht weiterhelfen könnte.“ In der Nations League warten auf die Slowaken zwei Partien gegen die Färöer (13. November, 20.45 Uhr) und in Kasachstan (16. November, 16 Uhr). Da dürften folglich einige Reisestrapazen auf den 26-Jährigen warten. Aus Sicht des SV Werder Bremen ist es da sicherlich hilfreich, dass das folgende Nordderby gegen Ludovit Reis‘ Ex-Club Hamburger SV erst am 22. November und somit an einem Sonntag (17.30 Uhr) angepfiffen wird.
Der neue Leistungsträger des SV Werder Bremen, der in Haarlem vor den Toren Amsterdams geboren wurde, hat in seiner Jugend zunächst neun Partien für die niederländische U19 bestritten, ehe Ludovit Reis bei der U21 sogar 17 Begegnungen absolvierte. Auf eine Einladung zur A-Elf wartete er jedoch vergeblich – weshalb er nun die Gelegenheit zum Verbandswechsel nutzt. (mbü)