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"Das Leben gerettet": Merino spricht über Bombenanschlag auf den BVB-Bus
Mikel Merino
© Alex Pantling / Getty Images

In der spanischen Nationalmannschaft ist Mikel Merino seit mehreren Jahren für seine zahlreichen Tore in entscheidenden Spielphasen bekannt. Der Mittelfeldspieler war in der Anfangszeit seiner Karriere bei Borussia Dortmund und erlebte auch den Anschlag auf den Mannschaftsbus im Jahr 2017 mit.

In einem persönlichen Beitrag für "The Players' Tribune" berichtete Arsenal-Spieler Mikel Merino über die Ereignisse rund um den Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am 11. April 2017.

Der Spanier saß damals als 20-Jähriger im Bus auf dem Weg zum Champions-League-Viertelfinale gegen AS Monaco, als drei Sprengsätze detonierten.

Merino hatte einen Schutzengel

"Es gab einen ohrenbetäubenden Knall, und dann erinnere ich mich, dass der Bus beinahe umgekippt wäre", schilderte der spanische Nationalspieler. "Ich schaute mich um und sah Blut auf dem Boden. Rauch, Schreie", fuhr Merino fort.

Der Spanier war noch in derselben Nacht im Krankenhaus und wartete auf Teamkollege Marc Bartra, der eine Verletzung am Handgelenk erlitten hatte.

Dass Merino selbst den Anschlag körperlich unverletzt überstand, hat er möglicherweise einem glücklichen Zufall zu verdanken. Der Mittelfeldspieler saß sonst immer im hinteren Bereich des Busses, hatte aber an jenem Abend seinen Platz gewechselt.

Seine Beine hätten sich etwas steif angefühlt und daraufhin habe er sich in den vorderen Bereich gesetzt, da sich dort die Sitze verstellen ließen.

"Am nächsten Tag erzählte mir jemand, dass sich ein riesiges Granatsplitterstück in der Kopfstütze des Sitzes neben Marc Bartra festgesetzt hatte. Mein üblicher Platz. An diesem Tag saß dort niemand", offenbarte Merino. "Vielleicht hat es mir das Leben gerettet. Ich glaube, ich habe einen Schutzengel. Tatsächlich habe ich Glück, noch am Leben zu sein."

Der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund kurz nach Abfahrt aus dem Teamhotel im Vorfeld des Spiels gegen Monaco sorgte damals für weltweite Schlagzeilen. Der Täter Sergej Wenergold hatte drei selbstgebaute Sprengsätze in der Nähe des Busses gezündet.

Wenergold wurde daraufhin wegen 28-fachen versuchten Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt. Als Motiv hatte er angegeben, durch eine Wette auf fallende Aktienkurse von Borussia Dortmund einen hohen finanziellen Gewinn zu machen.

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