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Der FC Bayern kann im Saisonendspurt vor der Winterpause aufatmen. Nach zahlreichen Verletzungssorgen gibt es endlich wieder positive Nachrichten von der Säbener Straße. Jamal Musiala hat am Donnerstagnachmittag erstmals seit mehr als fünfeinhalb Wochen wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. Damit macht der 23-Jährige einen wichtigen Schritt in Richtung Comeback.
Wie die BILD berichtet, betrat Musiala am Donnerstagnachmittag gut gelaunt den Trainingsplatz. Der Offensivspieler zog dabei sogar die Musikbox für das gemeinsame Aufwärmprogramm hinter sich her. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Nationalspieler nach seiner langen Zwangspause wieder näher an die Mannschaft herangerückt ist.
Der Offensivspieler hatte sich Ende September beim Aufwärmen vor dem Länderspiel gegen die Niederlande einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen.
Seitdem arbeitete Musiala intensiv an seiner Rückkehr. Bereits Anfang Oktober absolvierte er wieder individuelle Einheiten auf dem Trainingsplatz. In den vergangenen Tagen wurde die Belastung schrittweise erhöht.
Nun folgte der nächste wichtige Schritt: die Rückkehr ins Mannschaftstraining.
Bemerkenswert ist dabei, dass Musiala offenbar etwas früher als ursprünglich erwartet wieder mit seinen Teamkollegen trainieren konnte.
Sportvorstand Max Eberl hatte erst vor der Champions-League-Partie gegen Atlético Madrid erklärt, dass die Verantwortlichen eine Rückkehr ins Mannschaftstraining während der bevorstehenden Länderspielpause anstreben. „Bei Jamal ist der Plan in der Länderspielpause, dass er trainingsfit ist, sodass er danach wieder einsteigen kann“, erklärte Eberl am Mittwoch.
Mit seiner Teilnahme am Teamtraining hat Musiala jetzt zumindest einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht.
Trotz der erfreulichen Entwicklung dürfte der FC Bayern bei seinem Offensivstar weiterhin vorsichtig bleiben. Musiala hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrere gesundheitliche Rückschläge verkraften müssen. Vor seiner Oberschenkelverletzung war der Nationalspieler in zwei aufeinanderfolgenden Testspielen zusammengebrochen.
Der 23-Jährige hatte die Vorfälle anschließend selbst mit einer neurologischen Funktionsstörung in Verbindung gebracht, die gelegentlich kurze Bewusstseinsaussetzer verursachen könne. Nach einer Erholungsphase und einer Anpassung seiner Medikation konnte Musiala zunächst wieder ohne Probleme spielen.
Umso wichtiger ist es für die Münchner, dass der Offensivspieler nun behutsam an den regulären Spielbetrieb herangeführt wird.
Gerade angesichts der angespannten Personalsituation wäre eine baldige Rückkehr des Nationalspielers von enormer Bedeutung. Neben Musiala fehlen den Bayern derzeit weitere wichtige Offensivkräfte. Serge Gnabry und Ismael Saibari fallen längerfristig aus, auch Luis Díaz arbeitet weiterhin an seinem Comeback.
Interimstrainer Aaron Danks, der den erkrankten Vincent Kompany vertritt, könnte damit perspektivisch eine zusätzliche hochkarätige Option für die Offensive erhalten.
Ob Musiala bereits gegen Mainz wieder im Kader stehen wird, ist derzeit nicht bekannt. Die erste Teilnahme am Mannschaftstraining bedeutet noch keine vollständige Spielfreigabe.
Dennoch ist die Entwicklung ein wichtiges Signal: Nach mehr als fünfeinhalb Wochen Verletzungspause rückt das Comeback des Bayern-Stars endlich näher.