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Vor „Bonusspiel“ gegen den FC Bayern: „Wir bleiben bei uns!“

Am Wochenende konnte der 1. FC Magdeburg spektakulär gegen Karlsruhe gewinnen. Im DFB-Pokal steht nun allerdings ein ganz anderes Kaliber an.

Magdeburg/München – Beim FC Bayern wird gerade der frisch ausgezeichnete Ballon-d‘Or-Sieger Harry Kane gefeiert. Doch am Mittwoch (TV-Infos hier) empfängt der FC Bayern bereits Zweitligist 1. FC Magdeburg in der 2. Runde des DFB-Pokals. Auch ohne den noch nicht genesenen Vincent Kompany an der Seitenlinie, ist die Favoritenlage klar. Doch Torwart Dominik Reimann & Co. glauben an ihre Chance. Das Interview.

Magdeburgs Schlussmann Dominik Reimann gibt das Pokalspiel in München keineswegs kampflos auf.
Magdeburgs Schlussmann Dominik Reimann gibt das Pokalspiel in München keineswegs kampflos auf. © picture alliance/dpa | Julius Frick

Herr Reimann, am Mittwoch treffen Sie mit Magdeburg auf den FC Bayern – wie gehen Sie die Partie an? 

Wir wollen unser Spiel – soweit es geht – zeigen, ohne uns dabei von der Kulisse einschüchtern zu lassen. Sich einfach hinten reinstellen und abwarten, macht gegen Bayern wenig Sinn. Der Gegner hat schließlich genug Qualitäten, um trotzdem zu Tormöglichkeiten zu kommen – noch dazu ist es nicht unsere Spielweise. Wir bleiben bei uns und bringen das auf den Platz, was uns gerade in den letzten Wochen stark gemacht hat. 

„Brauchen einen sehr, sehr guten Tag“: Magdeburg-Torwart Reimann spricht über Bonusspiel in München

Welche Qualitäten sind das? 

Unser Spiel mit Ball, aber auch gegen den Ball: hohes Anlaufen, ab und zu auch im tieferen Block verteidigen. Wir wollen uns nicht zu weit von unseren bisherigen Auftritten entfernen, eine große Umstellung, ausgerechnet in dieser Partie auf neue Dinge zu setzen, macht doch wenig Sinn.

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Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans © Plietsch/Imago

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Sind Sie dabei?

Was ging Ihnen bei der Auslosung durch den Kopf: Freude auf die große Bühne – oder Ärger, weil es das wohl schwerste Los ist?

Das ist immer ‚Losglück‘. Letztes Jahr hatten wir in der zweiten Runde einen vermeintlich leichteren Gegner, dieses Mal ist es wohl der Beste. Es wäre gelogen zu sagen, es sei 50:50. Wir brauchen einen sehr, sehr guten Tag. Aber für die ganze Stadt und den Verein ist es etwas ganz Besonderes, in der Allianz Arena zu spielen. Nach den letzten Wochen in der zweiten Liga und zuletzt dem 6:1 gegen Karlsruhe am vergangenen Wochenende fahren wir mit Rückenwind nach München. Es ist ein Bonusspiel, wir können nur gewinnen. 

Vor 26 Jahren ist Magdeburg genau das gelungen: Im Jahr 2000 warf der FCM die Bayern im Elferschießen aus dem Pokal. Hat sich einer der Helden von damals schon bei euch gemeldet?
Ehrlich gesagt war das Spiel bis vorgestern kein Thema bei uns, die Liga ist uns sehr wichtig. Nachrichten von ehemaligen Aktiven habe ich nicht bekommen. Und am Ende ist es auch nur ein Fußballspiel über 90 Minuten, vielleicht mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Im Pokal sieht man immer mal wieder, dass selbst Bayern es schwer haben kann. Also glauben wir an unsere Chance.

Müssen Sie sich als Torwart auf Spieler wie Harry Kane anders vorbereiten?
Es ist ein Stück weit anders, weil wir unter der Woche spielen und das Trainingspensum einer normalen Woche nicht fahren können. Aber man beschäftigt sich, wie vor jedem Spiel, mit dem Gegner. Bei Bayern geht es vielleicht etwas leichter, weil man die Spieler in der Champions League und Bundesliga häufiger sieht.

Auf der Gegenseite vertritt Jonas Urbig den weiter angeschlagenen Manuel Neuer im Tor. Wie nehmen Sie beide wahr?
Jonas Urbig ist nicht ohne Grund beim größten Verein Deutschlands, er macht seine Sache sehr gut. Und wenn man Manuel Neuer als Torwart nicht irgendwie als Idol sieht, dann weiß ich nicht, wen man sonst derzeit nehmen sollte? Er hat sehr Vieles richtig gemacht. Ich persönlich halte es aber eher mit Marc-André ter Stegen, weil ich ihm von der Spielweise her insgesamt ähnlicher bin. Aber von der Leistung und Qualität gab und gibt es in meiner aktiven Zeit wohl keinen Besseren als Manuel Neuer.

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