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Tennis-Legende Boris Becker sieht Potenzial für mehr Verbundenheit zwischen Alexander Zverev und seinen Fans, besonders in Deutschland.
Tennis-Legende Boris Becker hat sich kritisch zur Wahrnehmung von Alexander Zverev in Deutschland geäußert. Demnach fehle es dem 29-Jährigen an Nahbarkeit und Verbundenheit mit seinen Fans.
Besonders bei Zverevs drei Grand-Slam-Finals des Jahres habe die Mehrheit der Zuschauer den jeweiligen Gegner unterstützt, was aus Beckers Sicht „nicht gut“ sei und „Gründe“ habe.
„Er muss vielleicht ein bisschen mehr zulassen. Ich habe ihn privat erlebt, er hat Charme, er ist witzig, er ist in Ordnung. Aber vielleicht sieht er das nicht als wichtig genug an.
“Becker betonte, dass Zverev als neue Nummer eins der Tenniswelt eine größere Verantwortung trage. Diese Rolle verändere nicht nur Status, Wahrnehmung und Bedeutung, sondern fordere auch mehr Engagement ein. , dann muss er etwas dafür tun“, betonte Becker. Harald Tittel/dpa Becker verglich Zverevs Situation mit seiner eigenen Karriere; in den 80er und 90er Jahren waren dem gebürtigen Leimener die Herzen der deutschen Sportfans im Überschwang zugeflogen.
Warum dies bei Zverev anders sei? Beckers Mutmaßung: „Seine Eltern kommen aus Russland, er spricht auf dem Platz russisch mit seiner Box. Politisch äußert er sich überhaupt nicht zum Krieg in der Ukraine, was ich persönlich verstehe, aber es kommt natürlich nicht so gut an.
“Zverevs „Gold-Kettchen als Glücksbringer“ und seinen oft „schroffen“ Umgang mit deutschen Journalisten nannte Becker als zusätzliche Faktoren. Vorwürfe häuslicher Gewalt gegen Zverev hätten dessen öffentliche Wahrnehmung beeinträchtigt.
„Das wurde vor Gericht gelöst. Ich bin weder ein Richter noch ein Ankläger, aber man hätte es im Nachhinein mit bestimmten PR-Maßnahmen besser erklären können“, sagte Becker dazu. Rein sportlich fand der 58-Jährige lobende Worte für die Entwicklung, die Zverev an die Weltspitze führte. Becker bekannte, dass Zverev sein Tennis angepasst habe,.
Früher habe er sich zu passiv verhalten, was gegen Topspieler wie Novak Djokovic, Jannik Sinner und Carlos Alcaraz ein permanenter Nachteil gewesen sei. Seit diesem Montag führt Zverev erstmals das ATP-Ranking an. Schon jetzt ist klar, dass er die Nummer-eins-Position länger als Becker innehaben wird.