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Sportplätze haben oft besondere Geschichten
In Schruns/Tschagguns bereitete sich die spanische Nationalmannschaft erfolgreich auf ...
In Schruns/Tschagguns bereitete sich die spanische Nationalmannschaft erfolgreich auf Großturniere vor.

Fußballplätze gibt es mittlerweile in fast jeder der 96 Vorarlberger Gemeinden, seit sich dieser Sport im vorigen Jahrhundert breit gemacht hat. Und jeder kommt mit einer eigenen Story – Weltmeister Spanien trainierte in Schruns, Bruno Pezzey wurde in Lauterach verewigt Naturkatastrophen vernichteten Anlagen und Telefonmasten standen mehrfach im Weg.

Fußballplätze gibt es mittlerweile in fast jeder der 96 Vorarlberger Gemeinden, seit sich dieser Sport im vorigen Jahrhundert breit gemacht hat.

Der älteste noch im Betrieb stehende Sportplatz ist die Dornbirner Birkenwiese. Seit 1935 wird dort gekickt. Drei Jahre in der höchsten Spielklasse, sonst aber zumeist nur im Amateurbereich. Lange Jahre war auch die Admira dort zu Hause, ehe man ins Rohrbach übersiedelt ist. Über den Sportplatz Haselstauden hat sich die Firma Rollfix landesweit einen Namen gemacht.

Im Stadion Birkenwiese liegt der älteste Sportplatz Vorarlbergs.
Im Stadion Birkenwiese liegt der älteste Sportplatz Vorarlbergs.

Xavi Alonso & Co.
Der weltbekannteste Platz ist zweifelsfrei das Stadion Wagenweg in Schruns, dort bereitete sich die spanische Nationalmannschaft dreimal auf Großereignisse vor. Höchst erfolgreich: 2010 wurden die Iberer Weltmeister, 2012 Europameister.

In Lauterach wurde das Stadion nach einem der großen Helden des Vereins benannt.
In Lauterach wurde das Stadion nach einem der großen Helden des Vereins benannt.

Berühmte Mitglieder
Plätze haben mitunter auch bekannte Namensgeber. Wie jener in Lauterach. Der Klub widmete sein neues Stadion dem einstigen Mitglied Bruno Pezzey. In Tisis steht das Bobleter-Stadion, das nach einem ehemaligen Stadtrat benannt ist, der einst dem neu gegründeten Klub sein Grundstück zur Verfügung stellte.

Die Gastra in Rankweil liegt zwar an einem Hang, aber auch direkt am Ortszentrum.
Die Gastra in Rankweil liegt zwar an einem Hang, aber auch direkt am Ortszentrum.

Mitten im Dorf
Mitten im Ortszentrum angesiedelt sind die Gastra in Rankweil, das Bergstadion in Bizau, das Dorfstadion in Krumbach und die Sportanlage Werner Maurer in Hohenweiler. Dort wies der Platz vor dem Umbau eine echte Besonderheit auf: Der Höhenunterschied betrug mehr als zwei Meter. Das war auch in Doren so, als noch ein Platz mitten im Ort bespielt wurde.

Hochwasser und Muren
Auch Naturkatastrophen spielten im Fußball mit. In Bürs allerdings lange, bevor gekickt wurde. 1823 gab es dort einen riesigen Erdrutsch: Auf dem Gelände, wo dieser zum Stehen kam, wurde über 100 Jahre später die Anlage Uf dr Schesa – in Erinnerung an das Naturereignis – errichtet. In Frastanz wurde das Gelände beim Hochwasser von 2005 eineinhalb Meter hoch überflutet. Danach vernichteten Sand und Schlamm die Anlage, sie musste komplett neu gebaut werden. 1999 stand der Viktoria-Platz in Bregenz rund einen halben Meter unter Wasser, auch hier musste neu gebaut werden.

Planung mit Vorahnung
Der Lingenauer Platz liegt auf dem Gemeindegebiet von Langenegg, als hatten die Gemeindeväter schon damals eine Vorahnung auf das Zusammengehen der beiden Klubs gehabt. In Riefensberg und Thüringen standen zu Beginn noch Telefonmasten auf dem Spielfeld. Thüringen und Ludesch liegen in Fußmarschreichweite auseinander, mittlerweile haben die beiden Klubs, die sich einst nicht grün waren, eine Nachwuchsspielgemeinschaft gegründet. In Hittisau, Bezau und Au hat man sich’s beim Sportplatzbau leicht gemacht. Die Plätze wurden neben Schwimmbädern errichtet, die Klubs nutzen die schon vorhandene Infrastruktur der Badeanstalten für ihre Heimspiele.