Zurück
Damit war vor wenigen Wochen kaum zu rechnen! Jürgen Klopp hat seinen neuen Kader für die deutsche Nationalmannschaft verkündet und sorgt dabei für eine bemerkenswerte Überraschung. Ausgerechnet ein Spieler, dessen Alter der Bundestrainer zuletzt kritisch eingeordnet hatte, feiert sein Comeback.
Niclas Füllkrug ist zurück im DFB-Team! Der 33 Jahre alte Torjäger von Werder Bremen gehört zum 24-köpfigen Aufgebot für die Nations-League-Spiele gegen Serbien und die Niederlande. Während Klopp seinen Kader von zuvor 44 auf 24 Spieler verkleinert, darf Füllkrug erstmals unter dem neuen Bundestrainer ran. Dabei klangen dessen Aussagen zuletzt noch ganz anders.
📌 Das ist Niklas Fülkrug
Noch vor zwei Wochen hatte Klopp mit einer bemerkenswerten Aussage über Füllkrug für Gesprächsstoff gesorgt. „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, erklärte der Bundestrainer bei DAZN.
Klopp stellte damals klar, dass er beim Neuaufbau der Nationalmannschaft auch langfristig denken müsse. Allerdings ließ er die Tür für Füllkrug einen Spalt offen. Kurzfristig könne der Stürmer durchaus helfen, langfristig müsse man angesichts seines Alters genauer hinschauen. Jetzt bekommt der Bremer tatsächlich seine Chance.
Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Füllkrug spielt seit seiner Rückkehr nach Bremen groß auf. In seinen ersten zehn Pflichtspielen gelangen ihm zwölf Treffer, neun davon in der Bundesliga. Damit führt er die Torjägerliste an.
Besonders beeindruckend: Der Angreifer traf an den ersten acht Bundesliga-Spieltagen jeweils mindestens einmal. Ein neuer Vereinsrekord bei Werder! Mit seiner Treffsicherheit hat Füllkrug die Diskussion über eine Rückkehr ins DFB-Team immer weiter angeheizt.
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte sich zuletzt deutlich für ihn ausgesprochen. „Wir kommen nicht vorbei an einem Niclas Füllkrug, der mit neun Treffern die Torschützenliste der Bundesliga anführt“, schrieb er in seiner Sky-Kolumne.
Besonders interessant ist Klopps Entscheidung mit Blick auf die Konkurrenz im Angriff. Während Füllkrug zurückkehrt, fehlt Eintracht Frankfurts Jonathan Burkardt im neuen Aufgebot. Der 26-Jährige hatte bei den ersten Länderspielen unter Klopp noch seine Chance bekommen.
Neben Füllkrug stehen diesmal Kai Havertz und Younes Ebnoutalib als Stürmer im Kader. Der erfahrene Bremer bringt dabei eine Qualität mit, die der Nationalmannschaft zuletzt fehlte: einen klassischen Mittelstürmer, der auch aus wenigen Möglichkeiten Tore machen kann.
Und genau die braucht Deutschland dringend. Nach vier Nations-League-Spielen steht das DFB-Team mit lediglich fünf Punkten auf Rang drei seiner Gruppe. Das Viertelfinale ist in Gefahr, selbst der Abstieg in die B-Liga noch möglich.
Am 13. November geht es auswärts gegen Serbien, drei Tage später wartet in Berlin die Niederlande. Für Klopp sind beide Spiele von enormer Bedeutung. Und ausgerechnet Füllkrug könnte nun zum wichtigen Faktor werden. Sein Alter hat sich seit Klopps bemerkenswerter Aussage schließlich nicht verändert. Seine Torquote hat den Bundestrainer aber offenbar überzeugt.