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VfB Stuttgart: „Nicht scheuen und nichts weglächeln“
Sebastian Hoeneß (Mitte) vor dem CL-Spiel gegen Atlético Madrid, im Gespräch mit seinen Co-Trainern Malik Fathi und David Krecid
Sebastian Hoeneß (Mitte) vor dem CL-Spiel gegen Atlético Madrid, im Gespräch mit seinen Co-Trainern Malik Fathi und David Krecidlo. © Alexander Keppler

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat nach der 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV mit Atlético Madrid einen europäischen Top-Klub in der Champions League vor der Brust. Die vergangene Pleite musste also schnell aufgearbeitet werden, um das bleibende negative Gefühl beim Kracher in der Königsklasse möglichst hinter sich zu lassen. Was fehlt dem VfB gerade? Und wie soll das Team wieder effizienter werden? Trainer Sebastian Hoeneß hat sich dazu auf der Pressekonferenz vor dem Atlético-Spiel geäußert, wir fassen seine Aussagen zusammen.

Denis Seimen (links) stand in den vergangenen beiden Bundesliga-Spielen im Tor.

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VfB vor CL-Spiel gegen Atlético Madrid: Hoeneß lässt Torwartfrage wieder offen

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VfB Stuttgart: Nur eine Frage der Effizienz?

Kapitän Deniz Undav fand nach dem HSV-Spiel deutliche Worte: „Wir müssen im Kopf haben, dass wir im Moment keine Spitzenmannschaft sind. Da fehlt uns sehr, sehr viel von dem, was uns in den letzten zwei, drei Jahren ausgezeichnet hat. Da hätten wir so ein Spiel wie heute noch gezogen.“ Und auch über die Aussagen des Stürmers hinaus hinterließ die Partie bei vielen Fans ein ungutes Gefühl: Mit einer beileibe nicht überragenden Leistung hätte der VfB das Spiel mit seinen Chancen dennoch gewinnen müssen – ging am Ende aber als Verlierer vom Platz.

Vielmehr wirkt es derzeit so, als hätten die Schwaben Schwierigkeiten, die letzten Prozentpunkte ihres Leistungsvermögens auf den Platz zu bringen. Details, die auf Erstliganiveau eben Punkte kosten. Auf ZVW-Nachfrage gab Sebastian Hoeneß Einblick in seine Ursachenforschung: „Das muss individuell betrachtet werden. Gegen den HSV ist es klar: Da ging es um Effizienz.“ Man habe zudem auch in den vergangenen Jahren nicht alle engen Spiele gezogen, nahm er Bezug auf die Aussage von Deniz Undav.

„Müssen kaltschnäuziger werden“ – Hoeneß spricht Schwächen vor dem Tor an

„Aber es ist Fakt, dass uns das diesmal erneut nicht gelungen ist. Wir hatten die Erwartung, als überlegene Mannschaft mit mindestens einem Punkt aus dem Spiel zu gehen“, so Hoeneß. „Wir müssen effizienter und kaltschnäuziger werden – das war auch Teil unserer Analyse am Sonntag.“

Auf die fehlende Effizienz angesprochen, zog der Trainer zunächst Positives aus der Diskussion um die vergebenen Großchancen der Stürmer Deniz Undav und Ermedin Demirovic: „Das ist Fußball. Es ist mal so, dass die Dinger nicht reingehen. Ich kann anfangen, mir Sorgen zu machen, wenn die Chancen nicht da sind. Wenn wir über Effizienz sprechen, dann haben wir zumindest die Chancen.“

VfB Stuttgart: Atlético Madrid stellt andere Herausforderung dar

Gleichzeitig machte Hoeneß auch klar, das Problem nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir wollen uns nicht scheuen oder es weglächeln, dass es uns in drei Spielen nicht gelungen ist, mehr rauszuholen“, sprach der VfB-Trainer über die Niederlagen gegen Hoffenheim, Dortmund und Hamburg. „Die Sinne sind geschärft, wir geben uns nicht zufrieden mit einem über weite Strecken guten Auswärtsspiel. Obwohl wir auch da teilweise andere Ansprüche haben an Spieltempo und -dynamik.“

Ganz so negativ, wie manche Beobachter die Situation nach dem HSV-Spiel sehen, will Sebastian Hoeneß die Lage also nicht machen. Gleichzeitig ist ihm und seinem Trainerteam offenbar bewusst, was die Stunde geschlagen hat – Ausreden wie das schwere Liga-Auftaktprogramm sind eben nur so lange gültig, bis sich einzelne Probleme zu Trends entwickeln. Klar ist auch: Gegen Atlético Madrid braucht es in der Champions League weitaus mehr als „nur“ ein gutes Spiel – um dort Zählbares mitzunehmen, um die Saison wettbewerbsübergreifend wieder in bessere Richtungen zu stoßen, braucht es vielmehr eine Leistung, die an die Grenzen jedes VfB-Spielers geht.

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