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Hessen: "Aus mir herausgebrochen" - Freigang äußert sich zu Tränen beim DFB

Im Verfolger-Duell mit Leverkusen stand Eintracht-Kapitänin Laura Freigang ganz besonders im Fokus. Nicht nur wegen ihres Treffers, sondern weil sie sich bei der Nationalmannschaft zuletzt von einer emotionalen Seite gezeigt hatte.

Es lief die 64. Spielminute im Verfolgerduell mit Leverkusen, als Eintracht-Kapitänin Laura Freigang den Ball perfekt von Mitspielerin Rebecka Blomqvist im Strafraum quergelegt bekam, sie nicht lange fackelte und mustergültig ins linke Eck zum späteren 1:1-Endstand versenkte. Nach diesem Treffer ging ihr Blick erst Richtung Boden; es schien so, als würde sie "Na, also" murmeln, ehe sie die Faust ballte und von ihren Mitspielerinnen für diesen Treffer gefeiert wurde.

"Ich habe schon lange nicht mehr so mit links getroffen", sagte Freigang mit einem Lächeln im Gesicht nach der Partie gegenüber Magenta Sport. Es war nicht nur ein schön herausgespielter und ebenso ansehnlich vollendeter Treffer, sondern für Freigang wohl auch ein Geschenk an sich selbst, nachdem sie zuletzt im schwarz-rot-goldenen Pullover des DFB dastand und nach der Partie gegen Japan bittere Tränen vergossen hatte.

"Das Leben ist manchmal hart"

Angesprochen darauf sagte die 28 Jahre alte Offensivspielerin: "Das Leben ist manchmal hart, das Leben ist manchmal schwierig und das Leben ist manchmal traurig - und dann kann man sich nicht immer zusammenreißen." Zu sehr ins Detail wollte Freigang nicht gehen, nur so viel: "Die Kulisse bei der Nationalmannschaft und mein Weg dort ist ein besonderer. Ich stand an dem Tag vor der Menge und bin ein bisschen emotional geworden, dann ist es aus mir herausgebrochen. Es war nicht geplant, aber ich schäme mich nicht dafür."

Bei den Ausführungen von ihr nach dem Spiel und denen ihres Trainers Niko Arnautis vor der Partie gegen Leverkusen war herauszulesen, dass die Tränen wohl wegen der geringen Einsatzzeit beim DFB waren. Im Trikot von Eintracht Frankfurt weiß Freigang dagegen zu überzeugen. So war ihr Treffer gegen die Werkself bereits ihr fünftes Tor im siebten Saisonspiel, damit führt sie die Torjägerinnen-Liste aktuell an.

In der Liga top, beim DFB auf der Bank

Eine Statistik, die wohl auch Bundestrainer Christian Wück bekannt sein dürfte, der die Frankfurterin in der zurückliegenden Länderspielpause nur zu einem Kurzeinsatz gegen Australien (4:2) aufs Feld geschickt hatte. Gegen Japan (2:1) saß Freigang 90 Minuten nur auf der Bank, und das, obwohl es lange nach einem Unentschieden in diesem Freundschaftsspiel ausgesehen hatte, mehr Offensiv-Power also wohl gut getan hätte.

Die Angreiferin wollte nach dem 1:1 in Leverkusen aber nicht nur über ihren emotionalen Ausbruch reden. "Es war mehr für uns drin", lautete Freigangs Fazit mit Blick aufs Sportliche an diesem Nachmittag. "Wir hatten so viele Situationen im Sechzehner, wo wir nicht richtig zum Abschluss kommen - da ist es schwer, so ein Spiel zu gewinnen." Sie selbst hatte genau so eine Situation mustergültig genutzt und dürfte Wück damit einen kleinen Denkzettel verpasst haben.

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