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Führung verteidigt: Dresden gelingt Befreiungsschlag gegen Fürth

Anders als zuletzt hat der bis dato Tabellenletzte Dynamo Dresden seine Führung über die Zeit gebracht und mit dem 3:0 (2:0)-Sieg gegen Greuther Fürth wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt.

Dresdens Robert Wagner (31.) setzte den ersten Treffer der Partie, Ben Bobzien (41.) legte nach und traf zum 2:0-Pausenstand. Vincent Vermejj (55.) traf zum 3:0-Endstand. Die drei Punkte hieven Dynamo Dresden aus dem Tabellenkeller auf Platz 14 und damit einen Nichtabstiegsplatz. Greuther Führt bleibt vorerst auf Rang neun.

Support beflügelt Dynamos Anfangsphase

Die brenzlige Tabellensituation in Dresden ließen sich die Fans im Rudolf-Harbig-Stadion nicht anmerken. Mit einer sehenswerten Choreografie eröffneten die Dynamo-Fans die Partie und unterstützen ihr Team durchweg lautstark.

Eine blutige Nase gab's trotzdem umgehend für die Dresdner - aber "nur" wortwörtlich: Fürths Innenverteidiger Hendry Blank traf beim Kampf um den Ball Dynamos Vermejj mit dem Schienbein hart im Gesicht. Die stark blutende Nase des Niederländers musste behandelt werden, hinderte ihn aber nicht am weiterspielen - und sein Team an einem durchaus gelungenen Start in die Partie.

Grill muss mehrfach eingreifen

Die Gastgeber schalteten in den Vorwärtsgang, machten Druck auf die Fürther und erarbeiteten sich die erste gefährliche Situation vorm Tor: Patrice Covic hatte die Führung in der zehnten Minute auf dem Fuß, setzte den Ball aber über den Kasten.

Aber auch die "Kleeblätter" kamen in Fahrt und sorgten für ordentlich Trubel vorm Dresdner Tor: Dynamo-Keeper Lennart Grill musste mehrfach eingreifen, um den Rückstand zu verhindern. Mit einer Grätsche im Stil eines Handball-Torwarts parierte er den Schuss von Omar Sillah (16.) aus spitzem Winkel. Auch den Distanzschuss von Felix Klaus (21.) hielt er stark.

Dynamo geht in Führung

Obwohl Fürth eigentlich etwas besser im Spiel schien, war es Dresden, das den ersten Treffer bejubeln durfte: Ben Bobzien setzte sich im Mittelfeld gegen mehrere Fürther durch und bediente Niklas Hauptmann 20 Meter vorm Tor. Der Kapitän leitete weiter auf Robert Wagner (31.), der aus etwas 14 Metern abzog und abgefälscht durch Hendry Blank zur Führung der Gäste traf.

Aber Achtung war geboten: 13 Punkte hatten die Sachsen in dieser Saison nach eigener Führung zuvor schon verspielt. Umso wichtiger war, dass Dynamo noch vor dem Halbzeitpfiff nachlegte. Bobzien kam unbedrängt aus 17 Metern zum Abschluss. Wieder war es Blank, der den Schuss abfälschte und der Ball so im Tor landete. Mit der 2:0-Führung für Dresden ging es in die Pause - und das in einer eigentlich spielerisch ausgeglichenen Partie.

Blutiger Treffer

Gegen Fürth schien Dynamo seine Kaltschnäuzigkeit wiedergefunden zu haben. Denn kurz nach Wiederanpfiff klingelte es zum dritten Mal im Fürther Tor. Wieder war es Bobzien, der den Dresdner Angriff einleitete. Über links drang er in den Strafraum ein, ließ Paul Will stehen und legte dann auf Vermejj (55.) ab, der mit einer wieder blutenden Nase die Kugel lässig über die Linie schob.

Während die ersten beiden Treffer noch als "glücklich" eingestuft werden konnten, war dieser das Ergebnis des beherzten Dresdner Angriffs und der halbherzigen Fürther Abwehrarbeit.

Kein Glück fürs "Kleeblatt"

Ein gebrauchter Tag für die Gäste - insbesondere für Hendry Blank. Gelb in der ersten Minute nach dem Gesichtstreffer an Vermejj, beteiligt an den ersten beiden Gegentreffern und dann folgte in der 62. Minute auch noch die Gelb-Rote für den Innenverteidiger nach einem taktischen Foul an Bobzien.

Mit der Drei-Tore Führung im Rücken und einem Mann mehr auf dem Platz waren die ohnehin schon lauten Dynamo-Fans auf den Rängen nun gar nicht mehr zu halten. Die Dresdner spielten mittlerweile befreit auf und ließen nichts mehr anbrennen: Der 3:0-Sieg spendet Dynamo Dresden nicht nur Zuversicht, sondern bugsiert es raus aus dem Tabellenkeller.

Dresden in Kaiserslautern, Fürth gegen Hannover

Dresden ist am nächsten Spieltag am Sonntagmittag beim 1. FC Kaiserslautern zu Gast (13.30 Uhr). Fürth spielt am Samstagmittag bei Hannover 96 (13 Uhr).