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Nürnberg - Gegen Kellerkind Darmstadt feiert der FCN einen hart umkämpften, aber letztlich verdienten 2:0-Heimerfolg. Hier kommen die Stimmen zum Arbeitssieg.
Mit der Nürnberger Leistung vor der Pause war Cheftrainer Miroslav Klose beim 2:0 gegen Darmstadt nicht gänzlich einverstanden, wie er im Anschluss an die Begegnung verkündete: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht zu unserem Spiel gefunden. Wir konnten keine Dynamik entfachen, waren ein bisschen müde und hatten nicht so viel Energie im Spiel.“ Danach sei seine Mannschaft „zielstrebiger und mutiger“ aus der Kabine gekommen. „Wir konnten gut Druck aufbauen und das Tor machen. Darmstadt hatte dann nichts mehr zu verlieren und ist besser ins Spiel gekommen. Wir haben zuvor im Kopf etwas zurückgeschraubt und da war ich dann schon froh, dass wir das zweite Tor nachgelegt haben“, resümierte der Weltmeister von 2014.
Während es beim Club noch vor einigen Wochen an der Chancenverwertung haperte, präsentierten sich die Franken auf St. Pauli und auch gegen Darmstadt wieder kaltschnäuzig. „Für mich ist nicht nur das Resultat wichtig, auch wenn Fußball natürlich ein Ergebnissport ist. Wir haben ordentliche bis sehr gute Spiele gemacht und es leider verpasst, uns zu belohnen. In dem einen Spiel war ein fantastischer Torhüter auf der anderen Seite“, verwies Klose auf Julian Krahl vom 1. FC Kaiserslautern. „Beim anderen Mal waren wir selbst daran schuld, dass wir nicht erfolgreich waren - aber das ist Fußball. Dementsprechend musst du weitermachen und weiter hart arbeiten.“
Kloses Gegenüber, Darmstadt-Trainer Florian Kohfeldt, fasste die Begegnung folgendermaßen zusammen: „Wir haben seine sehr disziplinierte erste Halbzeit gespielt. Es gab auf jeder Seite eine Chance, ansonsten ist nicht viel passiert. Das war aber auch genau unsere Idee. Nach der Pause waren wir einmal undiszipliniert und der Club schlägt dann top zu“, haderte der Übungsleiter. Im Anschluss wurde sein Team aktiver und kam zu einigen Torchancen. „Wir hatten dann eine Phase, wo wir ausgleichen müssen. Am Ende macht der Club mit 2:0 den Deckel drauf. Es gab heute nicht so viel Unterschied zwischen den beiden Teams, trotzdem hat sich der Club den Sieg verdient.“
Nach drei torlosen Partien trug sich Angreifer Piet Scobel gegen die Lilien wieder in die Torschützenliste ein. Entsprechend gelöst war die Stimmung beim 21-Jährigen: „So ein Tor ist natürlich immer pure Erleichterung, auch für mich persönlich. Ich war in den letzten Spielen nicht so mit mir zufrieden, weil ich da viele Chancen nicht genutzt habe. Deshalb bin ich jetzt umso erleichterter.“ Dass dem vierten Heimsieg reichlich Arbeit vorangegangen war, überraschte Scobel nicht: „Wir haben damit gerechnet, dass wir Geduld haben müssen. Ich finde, wir haben das gut gemacht, weil wir nicht hektisch geworden sind und nichts zugelassen haben. Letztlich sind wir geduldig geblieben und wurden dafür belohnt. Nach dem 1:0 gab es eine Phase, in der Darmstadt dann auch Druck gemacht hat. Die haben wir dann aber überstanden und es dann hinten raus wieder besser gemacht.“
Zum zweiten Mal schon vertrat Defensivmann Styopa Mkrtchyan den angeschlagenen Fynn Otto. Der armenische Nationalspieler hatte einen großen Anteil daran, dass der Club die Null hielt. „Für mich als Innenverteidiger ist das natürlich perfekt. Aber bei uns geht es nicht um Einzelne, wir haben auch das als Mannschaft erreicht. Und darüber freuen wir uns.“ Über die drei Punkte sei man sehr glücklich, gab der 23-Jährige zu Protokoll und verwies auf die „geschlossene Mannschaftsleistung“. „Wir hatten über den Großteil der Spielzeit die Spielkontrolle, was wichtig war. Am Ende sind wir noch einmal unter Druck geraten, aber wir haben gemeinsam die Null verteidigt“, betonte der Abwehrspieler.