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„Zeugt von Größe“: Schalke-Trainer Muslic bedankt sich bei den FC-Fans
Miron Muslic steht im Stadion, im Hintergrund sind FC-Fans zu sehen.
Miron Muslic war von einer Geste der FC-Fans beeindruckt.

Für den FC Schalke 04 kam es am Samstagnachmittag (24. Oktober 2026) in Köln besonders hart. Die Gäste mussten ohnehin schon auf etliche Stammkräfte verzichten, darunter Kapitän Karaman. Im Laufe der Partie verloren sie dann noch zwei weitere Profis durch Verletzungen.

Die Szene ereignete sich in der 37. Minute des torlosen Duells zwischen den beiden Traditionsklubs. Said El Mala hatte Soufiane El-Faouzi in der Luft leicht geschubst. Der Stoß des FC-Stars, der sich als äußerst unglücklich entpuppte, beförderte den Schalker direkt in Robin Gosens. El-Faouzi und Gosens prallten daraufhin mit den Köpfen zusammen.

Gosens und El-Faouzi nach Zusammenstoß ins Krankenhaus gebracht

Sofort winkten Spieler beider Mannschaften sowie Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover die Mediziner aufs Feld. Während Gosens zunächst reglos am Boden lag, lief El-Faouzi Blut über das Trikot. Beide Schalker hatten Kopfverletzungen erlitten und bluteten stark. Erst nach langer Behandlung wurden sie ausgewechselt und anschließend zu weiteren Untersuchungen in eine Klinik in Gelsenkirchen gebracht.

Auch die Kölner Mannschaftsärzte packten auf dem Rasen mit an und leisteten Erste Hilfe. Auf den Rängen zeigten sich die FC-Anhänger von ihrer besten Seite: Als Gosens und El-Faouzi das Spielfeld verlassen mussten, applaudierten sie.

Lob für die Gastgeber gab es anschließend von Miron Muslic. Der Schalke-Trainer richtete zunächst seine Gedanken an die beiden Verletzten: „Ersteinmal Genesungswünsche an Robin und Soufiane! Alle haben diese Aktion gesehen und den Impact, den beide Spieler hatten.“ Dann wandte er sich an das Kölner Publikum: „Bei aller sportlichen Rivalität: Wie das Kölner Publikum danach reagiert hat, respektvoll mit diesem Applaus, das zeugt von Größe. Dafür nochmals Dankeschön.“

Sportlich zog Muslic angesichts der angespannten Personallage eine mehr als zufriedene Bilanz. „Ich bin sehr zufrieden und stolz, wenn man bedenkt, dass uns acht Stammspieler innerhalb weniger Tage wegbrechen“, betonte er. Der Zusammenprall habe sein Team zusätzlich getroffen: „Die Situation mit Robin und Soufi war ein weiterer Schockmoment, aber es hat uns nicht gebrochen, sondern noch stärker gemacht.“

El Mala bittet um Entschuldigung: „Tut mir unfassbar leid“

Nach Ansicht des Trainers kam es darauf an, die Fassung zu bewahren. „Wichtig war, danach nicht aus der Bahn zu fliegen, daher ein großes Lob an die Jungs, die Resilienz hat uns bis zum Schluss getragen“, erklärte Muslic. Besonders hob er die Arbeit gegen den Ball hervor: „Defensiv war das wieder eine Topleistung. Wir haben ein drittes Spiel ohne Gegentor als Aufsteiger, das muss man zu diesem Zeitpunkt erst einmal schaffen, deshalb geht der Punkt auch voll in Ordnung.“ Auch in der Offensive sah er Fortschritte: „Und auch vorn haben wir viel gearbeitet und gefährliche Momente erschaffen. Die nächste Konsequenz sind dann die Tore – und wir werden uns noch weiterentwickeln.“

Für seinen Anteil an der Szene bat El Mala nach dem Spiel um Entschuldigung. „Erst einmal tut mir das unfassbar leid“, sagte der Kölner. Und weiter: „Das habe ich gar nicht so wahrgenommen im Spiel, dass ich ihn so krass da reingeschoben habe. Ich dachte, ich habe ein bisschen den Körper reingestellt, weil ich mich gegen zwei Spieler behaupten musste. Und dann wollte ich einfach ein bisschen Platz machen und dass die da ineinander rasen, wollte ich nicht.“ (red)

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