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Emma Aicher trifft wichtige Entscheidung für die kommende Saison

Emma Aicher ist der aufsteigende Stern am deutschen Ski-Himmel. Reicht es schon im kommenden Winter für den Gewinn des Gesamt-Weltcups?

München – Bald geht es wieder los im alpinen Ski-Weltcup: In Sölden fällt am 24. und 25. Oktober der Startschuss für den neuen Winter. Für Emma Aicher beginnt damit die nächste große Bewährungsprobe. Die Deutsche geht nach Platz zwei im Gesamtweltcup und zwei Olympia-Medaillen im vergangenen Winter als eine der großen Hoffnungsträgerinnen in die Saison. Nun hat sie ihren Plan für die kommenden Monate festgelegt – und der verspricht vor allem eins: einen vollen Terminkalender.

Emma Aicher ist der deutsche Ski-Shootingstar.
Emma Aicher ist der deutsche Ski-Shootingstar. © picture alliance/dpa | Michael Kappeler

„Ja, das ist der Plan“, bestätigt Aicher im Interview mit Eurosport auf die Frage, ob sie wieder in allen Disziplinen an den Start gehen wird. Slalom, Riesenslalom, Super-G und Abfahrt gehören demnach weiterhin zu ihrem Programm. Während der Saison will sie beobachten, wie ihr Körper und ihre Form auf die vielen Rennen reagieren. Sollte eine Pause nötig werden, schließt sie einzelne Pausen nicht aus. Grundsätzlich aber soll sich an ihrem Weg nichts ändern.

Emma Aicher greift nach Shiffrin-Entscheidung im Gesamt-Weltcup an

Die Gründe dafür liegen für Aicher nicht allein in den sportlichen Chancen. Sie liebt die Abwechslung und den ständigen Wechsel zwischen den Disziplinen. „Heute Slalom, morgen Abfahrt – da wird mir nie langweilig“, erklärt die Allrounderin. Gerade diese unterschiedlichen Anforderungen treiben sie an. Zudem sieht sie einen Trainingseffekt: Riesenslalom könne ihr nach eigener Einschätzung auch dabei helfen, in der Abfahrt besser zu werden.

Der vergangene Winter hat gezeigt, wie weit Aicher bereits ist. Mit konstant starken Leistungen setzte sie sich im Gesamtweltcup hinter Mikaela Shiffrin auf Rang zwei und holte bei den Olympia zwei Silber-Medaillen. Trotzdem will sie sich nicht auf den Erfolgen ausruhen. „Es geht in der neuen Saison wieder von Null los“, sagt Aicher im Gespräch mit Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg.

Auf Shiffrins Entscheidung, künftig weniger Slaloms zu fahren, blickt Aicher mit gemischten Gefühlen. Einerseits findet sie es schade, die US-Amerikanerin nicht mehr regelmäßig in ihrer stärksten Disziplin zu sehen. Andererseits bleibt die Konkurrenz gewaltig. Selbst wenn Shiffrin ihr Programm verändert, muss Aicher mithalten, wenn sie erneut ganz vorne landen will.

Aicher will sich deshalb nicht mit den Plänen ihrer Rivalinnen beschäftigen. Beeinflussen, welche Rennen die anderen bestreiten, kann sie ohnehin nicht. Entscheidend ist die eigene Entwicklung. Ob es in diesem Jahr schon für den Gewinn des Gesamt-Weltcups reicht? „Ich kann die anderen Athletinnen nicht beeinflussen, die werden ihr Ding durchziehen. Und dann wird man am Saisonende sehen, wofür es reicht“, weiß Aicher, stellt aber auch klar: „Irgendwann wird der Gesamt-Weltcup aber sicher mal ein Ziel für mich sein.“ (kk)

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