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Obertshausener Florian Peter ist Weltmeister mit der Schnellfeuerpistole
Obertshausener Florian Peter ist Weltmeister mit der Schnellfeuerpistole
Foto: DSB

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Großer Erfolg für den Schießsport in Obertshausen: Florian Peter hat bei der Weltmeisterschaft in Doha (Katar) die Goldmedaille mit der Schnellfeuerpistole gewonnen. Der 26-Jährige, der in Offenbach geboren wurde, setzte sich am Mittwoch (4. November 2026) in einem spannenden Finale gegen die internationale Konkurrenz durch. Damit feierte der Olympia-Vierte von Paris 2024 einen der größten Erfolge seiner Karriere und sicherte dem Deutschen Schützenbund (DSB) zugleich einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Peter überzeugte bereits in der Qualifikation mit 583 Ringen und zog damit in das Finale der besten acht Schützen ein. Dort erwischte er einen nahezu perfekten Start. In der ersten und dritten Serie traf er jeweils alle fünf Scheiben, in der zweiten gelangen ihm vier Treffer. Schnell setzte sich der Obertshausener an die Spitze und konnte seinen Vorsprung im weiteren Verlauf behaupten. Vor der entscheidenden letzten Serie führte er mit 30:27 Treffern gegen den Franzosen Clément Bessaguet.

Nervenstark im Finale zum Weltmeistertitel

Die Entscheidung entwickelte sich dennoch zu einem echten Krimi. Bessaguet traf in seiner letzten Serie alle fünf Scheiben und setzte Peter damit noch einmal erheblich unter Druck. Der Deutsche benötigte mindestens drei Treffer, um sich den Weltmeistertitel zu sichern. Genau diese drei gelangen ihm schließlich. Mit 33:32 Treffern setzte sich Peter durch und durfte über die Goldmedaille jubeln. Bronze ging an den Franzosen Jean Quiquampoix.

Wie angespannt die Situation war, schilderte Peter anschließend in einem Interview mit dem Deutschen Schützenbund. Während er sich zu Beginn des Finales durch seinen Vorsprung noch etwas beruhigen konnte, sei die Nervosität vor den letzten Schüssen enorm gestiegen. Über den entscheidenden Moment sagte er: „Und als ich dann gesehen habe, dass es die drei Treffer sind, war es nur pure Erleichterung.“

Die Freude über den Erfolg war entsprechend groß. „Ich bin überglücklich und stolz. Der Titel bedeutet mir sehr viel!“, erklärte Peter nach seinem Triumph. Für den 26-Jährigen ging damit ein sportlicher Traum in Erfüllung. Bereits bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hatte er mit dem vierten Platz nur knapp eine Medaille verpasst. Nun gelang ihm bei einer Weltmeisterschaft der Sprung auf die oberste Stufe des Siegerpodests.

Auch deutsche Mannschaft gewinnt eine Medaille

Für den Deutschen Schützenbund verlief der Wettbewerb insgesamt erfolgreich. Peters Teamkollege Emanuel Müller aus Pfullingen hatte die Qualifikation mit 585 Ringen abgeschlossen und erreichte ebenfalls das Finale. Dort kämpfte er lange um eine Medaille, musste sich jedoch nach einem Entscheidungsschießen mit dem vierten Platz zufriedengeben. Oliver Geis, der die Saison zuvor mit einem Europameistertitel und zwei Weltcupsiegen geprägt hatte, verpasste den Finaleinzug mit 582 Ringen denkbar knapp und belegte Rang zehn.

Neben seinem Weltmeistertitel im Einzel durfte sich Peter gemeinsam mit Müller und Geis über die Silbermedaille in der Mannschaftswertung freuen. Damit war die Weltmeisterschaft für den Obertshausener gleich doppelt erfolgreich.

Bundestrainer Detlef Glenz zeigte sich vom Triumph seines Schützlings überwältigt. „Ich bin total geflasht, ich bin den Tränen nahe. Mit dem WM-Titel habe ich gar nicht gerechnet“, sagte er nach dem Finale. Besonders erfreulich sei auch das starke Gesamtergebnis seiner Schnellfeuer-Schützen.

Dass das deutsche Trio zur Weltspitze gehört, hatte sich bereits im Saisonverlauf gezeigt. Beim Weltcup in Kairo hatten Peter, Müller und Geis zuletzt sogar sämtliche drei Podestplätze belegt. Mit dem WM-Gold in Doha setzte Peter nun einen weiteren Höhepunkt.

Für den Deutschen Schützenbund hat sein Erfolg außerdem eine besondere Bedeutung: Durch den Weltmeistertitel sicherte Peter Deutschland einen Startplatz in seiner Disziplin für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Es ist der erste olympische Quotenplatz, den der Verband bei dieser Weltmeisterschaft gewann.