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Bayern-Juwel blamiert 1860-Defensive und verhöhnt Löwen-Fans

Der TSV 1860 München empfängt die Amateure des FC Bayern München im Grünwalderstadion. Ein Derby-Moment sorgt für besondere Aufregung.

München – Es ist das erste Münchner Stadtderby seit mehr als fünf Jahren. Durch den Zwangsabstieg des TSV 1860 München in die Regionalliga spielen die Löwen nun aber wieder in der gleichen Liga, wie die Amateure des deutschen Rekordmeisters und an diesem Sonntagmittag ist die Stadt an der Isar im Ausnahmezustand.

Die Bayern-Amateure jubeln vor der Löwen-Kurve
Die Bayern-Amateure jubeln vor der Löwen-Kurve. © picture alliance/dpa | Frank Hoermann / SVEN SIMON

In der ersten Halbzeit haben die Löwen als Gastgeber im Grünwalder Stadion zwar viel von der Partie, die Tore fallen aber dennoch vor allem auf Seiten der Bayern-Youngster. Bereits in der zwölften Spielminute netzt FCB-Mittelstürmer Anton Heinz zum ersten Mal. Und wie nach dem Uhrwerk schlägt der Ball nach zwölf weiteren Minuten erneut im Kasten von Löwen-Schlussmann Vitus Eicher ein. Und auch die heimischen Fans bekommen etwas ab.

Bayern-Teenager jubelt provokant vor Löwen-Kurve

Das Tor zum 2:0 aus Bayern-Sicht kann sich durchaus sehen lassen. Flügelstürmer Tim Binder pflückt einen Seitenwechsel der Bayern-Amateure nahe der Löwen-Grundlinie aus der Luft und zieht damit direkt in den Strafraum. Im Dribbling lässt er zwei 1860-Verteidiger wie Fahnenstangen stehen und zieht – mittlerweile tief im 16er auf Höhe des Elfmeterpunktes – mit seinem linken Fuß ab. Der Ball zappelt im langen Eck, doch Binder war noch nicht fertig.

Der 19-Jährige läuft direkt auf die Kurve der Heim-Fans zu und zeigt sogar mit dem Finger auf die Löwen-Anhänger. Er greift sich hinters Ohr und gestikuliert in Richtung der gegnerischen Fans, dass er sie nicht hören könne. Anschließend beendete er seinen Torjubel noch mit einem Knierutscher direkt vor der Löwenkurve.

Bei den Anhängern des TSV kommt das natürlich nicht wirklich gut an. Becher und Feuerzeuge fliegen den jubelnden Bayern-Amateuren entgegen, sodass Schiedsrichter Felix Wagner einschreiten muss und die Teams zurück gen Anstoßkreis bittet. Binder hatte bereits nach seiner Vorlage zum 1:0 eine ähnliche Geste in Richtung Löwen-Block gemacht.

In der 29. Minute gelingt den Hausherren zwar der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Cristian Leone, doch die Roten finden schnell eine Antwort und erhöhen in Minute 40 erneut durch Mittelstürmer Anton Heinz auf 3:1. Mit diesem Stand ging es auch in die Kabine. Dennoch darf das Chancenplus der Löwen und der 2:3-Anschlusstreffer Hoffnung für die Anhänger der Blauen in Halbzeit zwei machen. (hbr)

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