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Das 2:2 zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund hat bei Markus Söder für reichlich Frust gesorgt. Der bayerische Ministerpräsident verfolgte den Bundesliga-Klassiker live in der Allianz Arena und zeigte sich anschließend wenig begeistert vom Auftritt der Dortmunder.
Zwar lobte er BVB-Trainer Niko Kovac für dessen Vorbereitung, kritisierte jedoch die defensive Herangehensweise. „Zu früheren Zeiten hätte man gesagt, dass sie nur noch italienisch spielen. Nur hinten, sehr hart und laufen nur Konter“, urteilte Söder im Gespräch mit Sky.
Er hielt die Punkteteilung angesichts der zahlreichen Münchner Möglichkeiten für ungerecht. „Eigentlich geht das Ergebnis nicht in Ordnung. Wenn man sich die Chancen ansieht: Latte, Latte, Latte“, erklärte der CSU-Politiker. Tatsächlich hatte der Rekordmeister deutlich mehr Torchancen als die Gäste.
Allein Harry Kane gab sieben Schüsse ab, verschoss allerdings in der 56. Minute einen Elfmeter, der an der Latte landete. Insgesamt scheiterten die Bayern dreimal am Aluminium. Dortmund nutzte dagegen seine wenigen Möglichkeiten konsequent und kam durch den eingewechselten Fabio Silva in der 89. Minute zum 2:2-Ausgleich.
Zudem fehlten mehrere Leistungsträger sowie Cheftrainer Vincent Kompany, der aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht an der Seitenlinie stehen konnte. Dessen Abwesenheit machte sich aus Söders Sicht bemerkbar. Über den Bayern-Coach sagte er: „Das hat uns sehr betroffen gemacht. Man merkt ein bisschen, dass er fehlt.“
Am Ende überwog beim Ministerpräsidenten die Enttäuschung über zwei liegen gelassene Punkte. Auch Bayern-Torschütze Konrad Laimer ärgerte sich über die mangelnde Chancenverwertung. Für Dortmund dürfte sich das Remis dagegen wie ein Erfolg anfühlen. Beide Mannschaften bleiben mit jeweils 18 Punkten gleichauf.
Von Chris Braun