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Nur zwei NBA-Legenden Wilt waren besser! Warum Warriors-Rookie Yaxel Lendeborg trotzdem für Ärger sorgt

Yaxel Lendeborg führt die Warriors auch ohne Stephen Curry gegen die Los Angeles Clippers zum Sieg. Sein Head Coach meckert trotz Career High mit dem Rookie.

In der Nacht auf Montag schonten die Warriors vor dem Back-to-back nicht nur Curry, sondern auch Draymond Green. Dennoch feierten die Dubs gegen die Clippers (124:112) den vierten Sieg in Serie und stehen nach drei Pleiten zum Auftakt mittlerweile sogar bei einer positiven Bilanz.

Mann des Spiels war Rookie Lendeborg, der 37 Punkte (13/19 FG, 6/11 3FG, 5/6 FT) erzielte und damit einen neuen Karrierebestwert aufstellte. Doch genau diese Punktzahl wurde ihm zum Verhängnis.

"Ich war in meinem Leben noch nie ein Stat Chaser", erklärte der 24-Jährige nach der Partie. Doch als er bereits 37 Zähler auf dem Konto hatte, ließen ihn seine Mitspieler De'Anthony Melton und Will Richard während einer kurzen Unterbrechung wissen, dass er nur noch einen Dreier braucht, um erstmals in seiner NBA-Laufbahn die 40-Punkte-Marke zu knacken. Anschließend nahm er in kurzer Zeit drei schwierige Distanzwürfe, die er allesamt verfehlte. "Dass ich mich dem Gruppendruck hingegeben habe, war mein Fehler", zeigte er sich daher selbstkritisch. "Ich bin jemand, der 'Ethical Hoops' liebt. Die letzten zwei oder drei Minuten waren aber alles andere als das."

"Kann sich im Handumdrehen wenden": Kerr nimmt Lendeborg nach Leichtsinnigkeit vom Feld

Die Clippers nutzten diese Phase aus und verkürzten den Rückstand kurz vor Ende noch einmal auf -8. Coach Kerr war daher alles andere als begeistert, nahm eine Auszeit und wechselte seinen besten Akteur einfach aus. "Ein NBA-Spiel kann sich heutzutage im Handumdrehen wenden", kritisierte Kerr seinen Schützling für dessen Leichtsinnigkeit und warnte eindrücklich. "Fast jeden Abend wird ein Rückstand von 25 Punkten aufgeholt."

Mit Lendeborg auf der Bank brachten die Dubs die einstige 22-Punkte-Führung dann aber doch über die Zeit, sodass Kerr nicht nur tadeln musste, sondern auch eifrig Lob verteilte: "Es ist bemerkenswert, welchen Einfluss er schon in den ersten Wochen der Saison auf diese Spiele von uns hat. Das verändert alles! An einem Abend wie heute, an dem Steph fehlt, erzielen wir 124 Punkte - und Yaxel ist der Hauptgrund dafür, dass wir eine solche offensive Power aufs Parkett bringen."

Der Warriors-Hoffnungsträger selbst hatte sich genau das vorgenommen: "Immer wenn Steph nicht im Spiel ist, ist das meine Chance, zu versuchen, als Leader voranzugehen und der wichtigste Spieler des Teams zu sein." Nachdem er im Duell zuvor gegen die Los Angeles Lakers "das schlechteste Spiel meiner Karriere" (ausgefoult, 6 PTS, 5 TO, 1 REB, 0 AST) abgeliefert hatte, meldete er sich nun eindrucksvoll zurück.

Los Angeles Clippers v Golden State Warriors

Nur Chamberlain und Barry waren besser: Kerr schickt schon eine Warnung an den Rest der NBA

Dass die Begegnung gegen die Lakers tatsächlich nur ein Ausrutscher war, zeigt der Blick auf die bisher eindrucksvollen Statistiken. Gegen L.A. konnte Lendeborg das einzige Mal in bisher sieben Partien nicht zweistellig scoren, dafür legte er schon zweimal 30+ auf. Insgesamt steht er nun bei 22,3 Punkten pro Spiel. In der Franchise-Geschichte der Warriors waren bisher nur zwei Spieler in ihren ersten sieben Auftritten besser: Die Hall of Famer Rick Barry (22,9) und Wilt Chamberlain(37,4). Zugleich waren seine 37 Zähler gegen die Clippers die meisten eines Warriors-Rookies seit Curry gegen die Portland Trail Blazers 2010 42 Punkte aufgelegt hatte.

Und das alles, obwohl Kerr nach dem Heimsieg noch einmal betonte: "Er spielt jetzt schon so und dabei versteht er noch gar nicht, wie die NBA funktioniert. Das Spiel ist für ihn immer noch sehr schnell, aber er ist so geschickt und so talentiert, dass er da draußen trotzdem alle Arten von Plays hinbekommt." Der 61-Jährige ist daher schon voller Vorfreude: "Er wird noch viel besser werden!"

NBA: Die Ergebnisse der Nacht auf einen Blick

Orlando Magic

Boston Celtics

97:108

Indiana Pacers

Brooklyn Nets

90:98

Golden State Warriors

Los Angeles Clippers

124:112

Toronto Raptors

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