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FC Bayern: Max Eberl mit offenen Worten nach Kompany-Zusammenbruch

Nach Zusammenbruch

Max Eberl (links) mit Vincent Kompany (rechts): Sie kennen beide gesundheitliche Probleme.
Max Eberl (links) mit Vincent Kompany (rechts): Sie kennen beide gesundheitliche Probleme. (Quelle: Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago-images-bilder)

Bayern-Trainer Vincent Kompany hat aktuell mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Auch sein Sportvorstand Max Eberl kennt derartige Rückschläge – und findet rührende Worte.

Im ersten Spiel nach dem Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany konnte der deutsche Rekordmeister einen 3:1-Sieg beim SC Freiburg feiern. Kompany war am vergangenen Freitag auf dem Trainingsplatz zusammengebrochen, nachdem er bereits eine Woche lang mit einer Virusinfektion zu kämpfen gehabt, sich aber kaum geschont und beim Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal am vergangenen Mittwoch an der Seitenlinie gestanden hatte.

Ob tatsächlich ein direkter Zusammenhang zwischen dem Virus und dem Zusammenbruch besteht, ist nicht bekannt. Nach dem Sieg in Freiburg wurde Bayerns Sportvorstand Max Eberl aber auf den großen Druck und die starke Belastung im Profi-Fußball angesprochen und fand offene Worte.

"Ich will jetzt nicht in der Vergangenheit graben, aber ich habe auch meine Geschichte mit der Thematik", sagte Eberl und bezog sich damit auf seine eigene Burnout-Erkrankung, die ihn im Januar 2022 zum Rücktritt als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach und einer folgenden Auszeit zwang. "Der Profi-Fußball ist extrem, aber ich beschwere mich nicht. Das ist das, was wir uns ausgesucht haben", so Eberl. Es sei ein Privileg im Profi-Fußball tätig zu sein, "aber der Druck ist da. Alles drei Tage liefern. Der Trainer muss immer wieder die Mannschaft einstellen, du als Verantwortlicher das ganze drumherum", sagte der 53-Jährige.

Eberl betonte: "Wir müssen aufeinander aufpassen. Das ist das Entscheidende und so ein bisschen die Krux." Es sei schwierig einen Trainer zu überreden auch mal ein Spiel auszulassen. Dennoch: "Wir als erwachsene Männer müssen miteinander umgehen, müssen miteinander sprechen und versuchen Dinge zu erkennen, um dann eben dieser Schutz zu sein."

"Vinny bekommt alle Zeit"

Mit Blick auf die nähere Zukunft versicherte Eberl: "Vinny bekommt alle Zeit, um wirklich gesund zu werden und wenn er gesund ist, dann wird er wahrscheinlich nochmal eine Woche länger bekommen. Ich hoffe, er nimmt es dann auch an, um dann wirklich ganz gesund zu sein."

Zum aktuellen Zustand Kompanys ließ er wissen: "Er ist stabil, er hat keine Kopfschmerzen mehr. Er wird jetzt eingehend untersucht, das funktioniert." Gleichzeitig wolle der Klub nichts erzwingen: "Er hat mit keinem telefoniert von uns. Keiner hat ihm vorher geschrieben. Ob jetzt einer schreibt, das weiß ich nicht, aber wir lassen ihn einfach in Ruhe. Er soll einfach entspannt, in Anführungsstrichen, diese Diagnose jetzt abwarten und dann wissen, was zu tun ist." Eine genaue Diagnose gebe es noch nicht. Er ist sich aber sicher: "Diese Spiele und diese Siege sind die beste Medizin für ihn."

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