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Rheinderby gegen Köln II: Dank spätem Siegtreffer – Borussia-Frauen bauen Siegesserie weiter aus
Für die Frauen von Borussia Mönchengladbach gab es in der 2. Frauen-Bundesliga den nächsten Sieg zu feiern.
Für die Frauen von Borussia Mönchengladbach gab es in der 2. Frauen-Bundesliga den nächsten Sieg zu feiern.

Fußball-2. Bundesliga · Im kleinen Rheinderby bauten die Frauen von Borussia Mönchengladbach ihren Lauf in der Liga weiter aus. Ein spätes Tor brachte den VfL auf die Siegerstraße. Dementsprechend groß war die Freude bei Trainer Jonas Spengler.

Im Vergleich zu den Männern in der Bundesliga befinden sich die Frauen der Borussia klar im Aufwärtstrend, und das Derby beim 1. FC Köln II bot die Chance, den dritten Sieg in Folge einzufahren. In den beiden Spielen vor dem Derby fuhren die Frauen zwei wichtige Siege gegen die Zweitvertretungen der TSG Hoffenheim und von Eintracht Frankfurt ein und verschafften sich Luft zum Tabellenkeller.

Dazu konnte Jonas Spengler wieder auf die WM-Fahrerinnen Mia Giesen und Fiona Itgenshorst zurückgreifen, die nach dem frühen Aus bei der U17-WM in Marokko auch wieder Spielzeit bekamen.

Von Beginn an traten die Gladbacherinnen selbstbewusst auf. Sie suchten früh den Weg über die Flügel und machten Druck auf die Kölnerinnen. Diese fanden in den ersten 45 Minuten kaum Zugriff auf das Spiel.

Trainer Jonas Spengler sah eine starke Partie: „Das war eine sehr gute Performance in der ersten Halbzeit“, freute er sich. „Wir waren gut im Zweikampf, haben viele Duelle auf den Flügeln gesucht und waren brutal dominant.“ Einzig bei der Chancenverwertung haderte Spengler.
Belohnt wurde die Dominanz erst nach einer guten halben Stunde. Pauline Deutsch brachte den VfL in der 32. Minute verdient in Führung. Es blieb der einzige Treffer des ersten Durchgangs.

Zur Halbzeit wechselte Borussia Torfrau Luisa Palmen aus, für sie kam Nina Hasselmann ins Tor. Spengler erklärte die Entscheidung: „Kurz vor der Pause hatte Luisa einen Zusammenprall mit einer anderen Spielerin. Wir wollten kein Risiko eingehen, ihr Wechsel war eine Vorsichtsmaßnahme. Die Gesundheit geht immer vor.“ Hasselmann lobte er anschließend ausdrücklich: „Ohne viel Spielpraxis hat sie es super gemacht.“

VfL antwortet auf den Kölner Ausgleich

Im zweiten Durchgang verlor Borussia etwas von der Dominanz der ersten Hälfte, hatte aber weiterhin die besseren Torchancen. Alina Abdii scheiterte mit einem strammen Freistoß (61.). Kurz darauf kam Elize Celissen nach einer schönen Kombination über Suus van der Drift und Lili Jones-Baidoe zum Abschluss, der ebenfalls nicht zum Erfolg führte (73.).

Eigentlich hatte Borussia die Partie im Griff. Doch eine defensive Unachtsamkeit ermöglichte Emily Tichelkamp den Ausgleich (83.). Köln gewann neues Selbstbewusstsein, doch der VfL schlug eiskalt zurück: Wenig später traf Alina Abdii zur erneuten Führung (86.). Spengler räumte selbst ein, dass es spannend wurde: „Wir haben es unnötig spannend gemacht, aber jetzt genießen wir den Erfolg. Die Stimmung in der Kabine ist aktuell sehr gut“, so Spengler.

Am Ende stand ein 2:1-Auswärtssieg, der die Gladbacherinnen zum dritten Mal in Serie jubeln ließ. 13 Punkte aus den vergangenen sechs Ligaspielen machen den VfL zu einem der formstärksten Teams der Liga. Mit dem Sieg springen die Frauen in das Tabellenmittelfeld und setzen sich weiter von den unteren Rängen ab.