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LeBron James erlebt Novum in seiner Karriere! Philadelphia 76ers gelingt ein historisches Comeback - verrückte Serie von Shai Gilgeous-Alexander reißt
LeBron & Maxey

Den Philadelphia 76ers gelingt gegen die Cleveland Cavaliers ein historisches Comeback, während sich die Oklahoma City Thunder und die Denver Nuggets eine Defensivschlacht liefern. Für Thunder-Superstar Shai Gilgeous-Alexander endet dabei nach 141 Spielen eine verrückte Serie.

Die Highlights der NBA im Roundup.

Philadelphia 76ers

Cleveland Cavaliers

114:106

Oklahoma City Thunder

Denver Nuggets

96:84

Philadelphia 76ers (2-0) - Cleveland Cavaliers (0-1) 114:106

Die Saison hätte für die Superstars der Philadelphia 76ers nach dem Auftaktsieg gegen den amtierenden Champion New York Knicks vor wenigen Tagen nicht besser beginnen können. Nun wollten die Sixers auch ihr erstes Heimspiel der neuen Spielzeit gegen die Cleveland Cavaliers erfolgreich gestalten. Der Start in die Partie verlief jedoch alles andere als nach Plan.

Philadelphia fand vor allem defensiv überhaupt keinen Zugriff. Die Cavaliers-Offensive lief dagegen wie eine gut geölte Maschine, richtete insbesondere in der Zone großen Schaden an und profitierte immer wieder von Ballverlusten der Gastgeber. Angeführt von Donovan Mitchell legte Cleveland zum Ende des ersten Viertels einen 24:7-Lauf hin und setzte sich nach zwölf Minuten bereits auf 17 Punkte ab.

Auch im zweiten Viertel änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen. Die Cavaliers dominierten weiterhin das Geschehen und bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf satte 29 Punkte aus. Auf den Rängen machte sich zunehmend Frust breit. Das ohnehin schwer zufriedenzustellende Publikum in Philadelphia, das Ex-Sixer James Harden während der gesamten Partie mit Buhrufen bedachte, richtete seinen Unmut zwischenzeitlich auch gegen das eigene Team und pfiff LeBron und Co. kurz vor der Pause aus. Die Bilanz zur Halbzeit fiel entsprechend ernüchternd aus: 14 Turnover und lediglich vier verwandelte Dreier bei 15 Versuchen standen für Philadelphia zu Buche.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Sixers allerdings wie ausgewechselt. Mit deutlich mehr Energie und Entschlossenheit starteten sie ihre Aufholjagd und ließen den Rückstand innerhalb kürzester Zeit zusammenschmelzen. Mitte des dritten Viertels versenkte Tyrese Maxey einen Dreier und verkürzte damit auf nur noch sieben Punkte. Spätestens jetzt war auch das Publikum wieder voll da und trieb die Mannschaft mit jeder gelungenen Aktion weiter an. Besonders im Umschaltspiel fand Philadelphia nun immer wieder Lücken.

Die Aufholjagd nahm im Schlussviertel schließlich endgültig Fahrt auf. Joel Embiid übernahm das Zepter, erzielte sieben Punkte in Folge und bescherte den Sixers mit dem zwischenzeitlichen 96:95 erstmals an diesem Abend die Führung. Anschließend war Jaylen Brown an der Reihe und baute den Vorsprung auf sieben Punkte aus. Bei den Cavaliers schwanden zusehends die Kräfte, offensiv lief immer weniger zusammen.

Mit der Aufholjagd nach einem Rückstand von 29 Punkten gelang den Sixers das zweitgrößte Comeback der Franchise-Geschichte. Für LeBron (17 Punkte, 5/14 FG, 10 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals, 5 Turnover) war es sogar das größte Comeback seiner legendären Karriere. Maxey war dabei mit 32 Punkten bei 12 von 23 aus dem Feld einmal mehr der erfolgreichste Scorer seines Teams. Embiid steuerte 24 Zähler bei, Brown kam auf 21 Punkte und VJ Edgecombe rundete die starke Leistung der Starting Five mit elf Punkten ab. Neben seinen 24 Punkten verbuchte Embiid zehn Rebounds, fünf Assists und drei Steals.

Aufseiten der Cavaliers war Mitchell mit ebenfalls 32 Punkten der erfolgreichste Werfer. Harden kam auf 16 Zähler bei fünf Treffern aus zwölf Feldwurfversuchen, leistete sich allerdings auch sechs Ballverluste. Unterstützung erhielt Mitchell von Evan Mobley (18 Punkte) und Jarrett Allen (14 Punkte). NBA-Rückkehrer Mario Hezonja steuerte von der Bank solide zehn Punkte und zwei Steals bei.

LeBron & Maxey Jubel

Oklahoma City Thunder (2-0) - Denver Nuggets (0-1) 96:84

Wenn Shai Gilgeous-Alexanders Oklahoma City Thunder auf die Denver Nuggets um Nikola Jokic treffen, ist Spannung in der Regel garantiert. Die Fans in der Paycom Center bekamen diesmal zwar kein offensives Spektakel geboten, dafür aber eine beeindruckende Defensivleistung ihrer Mannschaft.

Dabei erwischten zunächst die Nuggets den besseren Start und übernahmen früh die Kontrolle über die Partie. Obwohl Denver, das verletzungsbedingt auf Spencer Jones (Oberschenkel) verzichten musste, über weite Strecken führte, gelang es dem Team aus Colorado nie, sich entscheidend abzusetzen. Vom ersten Viertel bis tief in den dritten Spielabschnitt blieb OKC in Schlagdistanz und ließ den Rückstand nie auf mehr als neun Punkte anwachsen. Dafür sorgte vor allem die starke Defense der Thunder, die insgesamt neun Würfe blockte und 22 Ballverluste erzwang.

Besonders Chet Holmgren ragte dabei heraus. Der Big Man verbuchte vier Blocks und dominierte zudem die Bretter mit 17 Rebounds, darunter neun am offensiven Brett. Auch offensiv wusste Holmgren zu überzeugen und verwandelte fünf seiner neun Feldwürfe für insgesamt zwölf Punkte. In einer Partie, in der beide Mannschaften offensiv große Probleme hatten, gehörte er zu den wenigen Spielern, die einigermaßen präzise warfen. Sowohl Denver als auch die Thunder blieben bei einer Feldwurfquote von unter 38 Prozent und trafen weniger als 27 Prozent ihrer Dreier.

Die entscheidende Wende folgte spät im dritten Viertel: Mit einem Korbleger brachte Ajay Mitchell die Thunder zunächst wieder in Führung. Von diesem Moment an gab OKC den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Schritt für Schritt baute der Champion von 2025 seine Führung aus, zunächst auf +10, dann auf +15 und zwischenzeitlich sogar auf +17. Auch im Schlussviertel ließ die Defensive kaum noch etwas zu, sodass beide Teams am Ende unter der Marke von 100 Punkten blieben und die Thunder einen doch verdienten 96:84-Sieg einfuhren.

Individuell blieb SGA diesmal unter seinen Maßstäben. Der amtierende MVP kam auf 17 Punkte und beendete damit eine Serie von 141 Spielen in Folge mit mindestens 20 Zählern, die im November 2024 begann. Bester Werfer der Thunder war Jalen Williams mit 21 Punkten. Von der Bank steuerte Mitchell zwölf Zähler bei, während der deutsche Center Isaiah Hartenstein sechs Punkte, sechs Rebounds und einen Block verbuchte.

Aufseiten der Nuggets war Aaron Gordon mit 20 Punkten bei sechs Treffern aus neun Feldwurfversuchen und drei verwandelten Dreiern bei vier Versuchen der auffälligste Akteur. Jokic erwischte dagegen einen ungewohnt schwachen Abend. Der Serbe kam bei fünf Treffern aus 19 Versuchen lediglich auf 13 Punkte, sammelte aber immerhin sieben Rebounds und verteilte sechs Assists. Auch Co-Star Jamal Murray fand offensiv überhaupt nicht ins Spiel und beendete die Partie mit mageren sechs Punkten (2/11 FG). Zudem leistete er sich sechs Ballverluste.

Star-Neuzugang DeMar DeRozan präsentierte sich mit seinen 13 Punkten (5/9 FG) deutlich effizienter, doch auch er verlor fünf Bälle. Insgesamt schafften es bei Denver lediglich drei Spieler, zweistellig zu punkten.

OKC Jubel
Getty Images

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