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Von Gladbeck nach Los Angeles: Marcel Lowitsch hat sich in den USA mit seiner MLES Academy einen Traum erfüllt. Der ehemalige Jugendspieler des FC Schalke 04 entwickelt junge Fußballer – mit einer klaren Spielidee, viel Intensität und Begegnungen gegen Mannschaften aus dem amerikanischen Profifußball.
Dabei bringt der UEFA-A-Lizenz-Inhaber ein Stück Ruhrgebiet nach Kalifornien. Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und der Wille, sich durchzusetzen, prägen seine Arbeit. Diese Werte verbindet er mit modernen taktischen Elementen. Seine Spieler sollen sich unter Gegner-, Zeit- und Raumdruck behaupten können.
📌 Fakten zu Marcel Lowitsch
„Jedes Spiel, was wir hier in Amerika spielen, muss ein Spektakel auf dem Platz sein“, erklärt Lowitsch im Gespräch mit DER WESTEN. Seine Mannschaften sollen dabei nicht einfach nur mithalten. Innerhalb weniger Minuten soll jeder Zuschauer erkennen, wofür sie stehen: Mutiger Fußball nach vorne, intensive Zweikämpfe und eine Mannschaft, die gemeinsam handelt.
Nach einem Ballgewinn gilt ein klares Prinzip: „First Pass Forward.“ Der erste Blick und möglichst auch der erste Pass sollen vertikal gehen. Lowitsch möchte, dass seine Spieler den Moment nutzen, bevor sich der Gegner wieder organisieren kann.
Noch deutlicher wird die Philosophie nach einem Ballverlust. Innerhalb von acht Sekunden soll das gesamte Team versuchen, durch gemeinsames Gegenpressing den Ball zurückzugewinnen. Dafür müssen die Spieler schnell entscheiden, Räume schließen und sich gegenseitig unterstützen.
Mit der MLES Academy arbeitet Lowitsch mit verschiedenen Altersgruppen bis hin zum U23-Bereich. Die Begegnungen gegen Mannschaften amerikanischer Profiklubs sind ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung.
Zu den bisherigen Gegnern gehören zweite Mannschaften und Nachwuchsteams von Klubs wie den New York Red Bulls, Philadelphia Union, FC Dallas, LA Galaxy, und Los Angeles FC. Welche Anforderungen auf seine Spieler warten, hängt vom jeweiligen Gegner ab. Gemeinsam ist den Partien die Gelegenheit, sich auf einem anspruchsvollen Niveau zu messen.
Dass seine Mannschaften dabei auch sportlich überzeugen können, zeigen nach Lowitschs Angaben unter anderem ein 4:0 gegen die U18 von LA Galaxy und ein 3:1 gegen die U18 von Los Angeles FC sowie Ergebnisse gegen die Profiabteilungen von Seattle Sounders (1:1) und gegen Red Bull New York (2:2).
Die Entwicklung seiner Akademie macht sich laut Lowitsch auch bei der Organisation der Begegnungen bemerkbar. „Vor einem Jahr musste ich die Clubs anrufen und hoffen, dass sie mit uns spielen. Jetzt rufen sie uns an. Ich glaube, das zeigt welchen Stellenwert das ganze bekommen hat“, berichtet er.
Für die Gegner bietet MLES einen intensiven Sparringspartner. Für Lowitsch ist das wachsende Interesse eine Anerkennung seiner Arbeit und der Spielweise seiner Mannschaften.
Schalke und seine Herkunft spielen für Lowitsch weiterhin eine wichtige Rolle. Die Werte, die er mit dem Ruhrgebiet verbindet, sollen auch auf den Plätzen Kaliforniens sichtbar sein: Verantwortung übernehmen, füreinander arbeiten und bei Widerständen weitermachen.
Sein Ziel ist, Spieler sportlich und persönlich auf den nächsten Schritt vorzubereiten. Die Spiele gegen etablierte Klubs schaffen dafür eine Bühne. Entscheidend bleibt die tägliche Arbeit im Training.
So entsteht in Los Angeles eine Akademie mit einer eigenen Handschrift – geprägt von Lowitschs Wurzeln im Ruhrgebiet und seinem Anspruch, jungen Fußballern neue Möglichkeiten zu eröffnen.