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Die neue Skisprung-Saison startet in Kürze. Für einen Star aus Österreich geht es um ein erfolgreiches Comeback. Und das nach einer mental schwierigen Zeit.
Österreich – Die Wintersport-Fans weltweit können den Startschuss ihrer liebsten Wettbewerbe kaum noch erwarten. Während sich die alpinen Spezialisten bereits aus dem Starthäuschen gestürzt haben, steigen Skispringerinnen und Skispringer erst Ende November erstmals in den Weltcup ein. Am 21. November gilt es für die Damen. Der österreichische Topstar Eva Pinkelnig hofft auf eine Teilnahme – das Comeback aber ist noch offen.
Mehr als 400 Tage ist es her, dass Pinkelnig in Predazzo schwer gestürzt war. Wann genau sie wieder auf dem Balken sitzen wird, weiß die 38-Jährige nicht. Das große Ziel aber ist klar: Die Vierschanzentournee, die erstmals in der Frauen-Konkurrenz zum Jahreswechsel ausgetragen wird. Hinter der erfahrenen Athletin liegt eine lange Leidenszeit – doch die vielen Monate hatten offenbar auch eine gute Seite.
Im APA-Gespräch offenbart die Springerin: „Für mich war es emotional manchmal gar nicht so einfach, eben weil ich gerne schon mehr machen wollte, als mich zurückzuhalten.“ Die Diagnose Kreuzbandriss inklusive Innen- und Außenmeniskusriss und Knorpelschaden hatte sie schwer getroffen. Ein starkes Team sorgte am Ende dafür, dass sie sich Stück für Stück zurückkämpfen konnte.
Gemeinsam mit „Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern, Ernährungsberatern, mit der Sportpsychologin, Family und Friends haben wir einen super Weg gefunden, dass die Eva heil wird – und zwar Körper, Seele, Geist. Dementsprechend freue ich mich, jetzt noch einmal in den Zirkus einzusteigen“, berichtet sie. Die lange Zeit der Reha half Pinkelnig dabei, körperlich und mental den Reset-Knopf zu drücken.
Mit Blick auf die letzten Jahre verrät sie: „Ich war ausgebrannt. Die letzten Jahre haben gezehrt. Ich habe mich überhaupt nicht mehr wohlgefühlt. Wir hatten teilweise einfach viel Chaos. Da sind viele Dinge passiert, die auf der Seele geschmerzt haben, die Narben hinterlassen haben. Die sind jetzt auch geheilt, die hatten auch Zeit. Deswegen hat die Zeit abseits einfach sehr, sehr gut getan. Und dementsprechend fühle ich mich einfach frei und leicht und kann das Skispringen wieder genießen.“ (is)