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Für Harry Kane könnte am Montagabend in London eine besondere Auszeichnung folgen. Der Angreifer des FC Bayern München zählt nach einer starken Saison für Verein und Nationalmannschaft zu den Kandidaten auf den Ballon d’Or – und in München wächst offenbar die Hoffnung auf seinen Triumph.
Dabei spielt aus Sicht der Verantwortlichen nicht nur seine Torquote eine Rolle. Wie Christian Falk und Heiko Niedderer im Bild-Podcast "Bayern Insider" berichten, setzen die Münchner auch auf die internationale Bekanntheit ihres Stürmers.
Besonders in Asien erhoffen sich die Bayern demnach Unterstützung für den englischen Nationalmannschaftskapitän. Die Überlegung dahinter: Kane hat sich während seiner Zeit bei Tottenham Hotspur in der Premier League einen Namen gemacht, der weit über Europa hinaus Gewicht besitzt.
"Harry Kane hat durch die Premier League so einen großen Namen, dass das in Asien auf ihn strahlt", erläuterte Falk die Einschätzung aus München. Seine früheren Leistungen in England könnten damit auch bei der Bewertung seiner heutigen Erfolge im Bayern-Trikot eine Rolle spielen.
Nach Darstellung des Journalisten sehen die Verantwortlichen darin einen möglichen Vorteil gegenüber früheren Bayern-Kandidaten wie Franck Ribéry oder Robert Lewandowski. Kane sei international längst als außergewöhnlicher Torjäger etabliert und müsse sich diese Aufmerksamkeit nicht erst über die Bundesliga erarbeiten.
Ob sich dieser Bekanntheitsgrad tatsächlich in den Stimmen für den Ballon d’Or niederschlägt, bleibt allerdings offen. Die Zuversicht der Münchner ist zunächst eine Einschätzung aus dem Vereinsumfeld und kein Hinweis auf ein bereits feststehendes Wahlergebnis.
Für den FC Bayern hätte ein Erfolg seines Mittelstürmers zudem eine Bedeutung, die über die individuelle Ehrung hinausgeht. Niedderer sieht darin ein Argument, das den Münchnern künftig auch bei der Verpflichtung internationaler Spitzenspieler helfen könnte.
Ein Ballon-d’Or-Gewinner im eigenen Trikot würde zeigen, dass der Weg zur begehrten Auszeichnung auch über Bayern und die Bundesliga führen kann. Gerade gegenüber Spielern, die bei ihrer Vereinswahl persönliche Titel und weltweite Anerkennung im Blick haben, wäre das ein überzeugendes Signal.
Niedderer verwies in diesem Zusammenhang auf die mitunter abschätzige Wahrnehmung der Bundesliga in England. Ein Triumph Kanes könnte aus seiner Sicht dazu beitragen, solchen Vorbehalten etwas entgegenzusetzen.
Sportliche Anerkennung für Kane und ein Gewinn an internationalem Ansehen für den Klub: Aus Münchner Sicht gibt es somit gleich mehrere Gründe, der Verleihung entgegenzufiebern. Die Rückendeckung innerhalb des Vereins ist laut dem Bericht entsprechend groß.
Ob Kanes Leistungen und seine internationale Strahlkraft am Ende für den ersten Platz reichen, entscheidet sich bei der Verkündung in London. Bei den Bayern scheint der Glaube daran jedenfalls fest verankert.