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VfB Stuttgart lässt beste Chancen liegen – dann trifft der HSV mitten ins Herz
David Möller Wolfe (links) und Albert Grönbaek feiern nach dem Abpfiff den 1:0-Heimsieg des Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart.  Foto: Gregor Fischer/dpa

Hamburg Der VfB Stuttgart hat beim Hamburger SV einen späten Rückschlag hinnehmen müssen. Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion unterlagen die Schwaben mit 0:1 (0:0). Miro Muheim erzielte in der 88. Minute das entscheidende Tor und beendete damit das Zwischenhoch des VfB. Der HSV feierte seinen dritten Bundesliga-Sieg in Serie und zog mit nun neun Punkten in der Tabelle an Stuttgart vorbei.

VfB Stuttgart wechselt gegen den HSV auf vier Positionen

Im Vergleich zum Champions-League-Spiel unter der Woche veränderte der VfB seine Startelf auf vier Positionen. Dennis Seimen kehrte für Fabian Bredlow ins Tor zurück. Atakan Karazor, Jamie Leweling und Ermedin Demirovic ersetzten Grischa Prömel, Chris Führich und Dzenan Pejcinovic, die zunächst auf der Bank Platz nahmen.

HSV-Trainer Merlin Polzin musste sein defensives Mittelfeld komplett neu besetzen. Muheim und Bilal Nadir bildeten die Doppel-Sechs für die verletzten Albert Sambi Lokonga (muskuläre Probleme) und Nicolai Remberg (Kreuzbandriss). Beim Aufwärmen trugen alle Hamburger Spieler als Aufmunterung für den gerade operierten Kapitän Remberg Shirts mit dessen Rückennummer 21.

Demirovic und Undav vergeben frühe Chancen für Stuttgart

Die erste Gelegenheit gehörte den Gastgebern. Nach einem Stuttgarter Ballverlust schoss Fabio Vieira von der Strafraumgrenze über das Tor (6.). Doch auch der VfB suchte in einer lebhaften Anfangsphase den direkten Weg zum Abschluss.

Deniz Undav wurde von einer Flanke überrascht und köpfte über die Latte (9.). Wenig später verfehlte Demirovic aus sechs Metern freistehend per Kopf das Tor (15.).

Nach einer kurzen Verschnaufpause folgten weitere Chancen auf beiden Seiten. Seimen parierte stark gegen Vieira (26.). Im direkten Gegenzug setzte Demirovic den Ball knapp neben den rechten Pfosten. Undav traf später den linken Pfosten (39.).

Stuttgart wurde zunehmend zum spielbestimmenden Team. Den Aktionen der Schwaben fehlten jedoch Klarheit und Zielstrebigkeit.

Muheim bestraft VfB-Chancenwucher mit spätem Siegtor

Auch nach der Pause ließ der VfB Möglichkeiten ungenutzt. Erneut standen Demirovic und Undav im Mittelpunkt. Auf der anderen Seite traf Yussuf Poulsen für den HSV die Latte.

Beide Trainer hielten an ihrer offensiven Ausrichtung fest. Beim VfB kam Zugang Pejcinovic ins Spiel, die Hamburger brachten Otto Stange und Terem Moffi.

Die Entscheidung gelang schließlich Muheim: Der Mittelfeldspieler traf in der 88. Minute mit einem Distanzschuss zum 1:0 für den HSV. Wie schon in Hoffenheim sorgte er damit kurz vor dem Abpfiff für den Hamburger Sieg.

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