Zurück
Die Hammer Eisbären gewinnen mit 5:1 gegen die Saale Bulls Halle. Gegen das beste Powerplay-Team der Liga überzeugen die Gastgeber mit starkem Penalty Killing.
Hamm – Für die Hammer Eisbären ging es am 9. Spieltag der Eishockey-Oberliga Nord in erster Linie darum, die Strafbank zu meiden. Die Mannschaft von Trainer Tobias Stolikowski empfing als Schlusslicht der Fair-Play-Wertung mit den Saale Bulls Halle ausgerechnet das beste Überzahl-Team der Liga. Das Vorhaben gelang nur bedingt, denn viermal musste ein Eisbären-Spieler für zwei Minuten vom Eis.
Doch die viel gelobten Special Teams der Gastgeber zeigten an diesem Abend eindrucksvoll ihre Qualität. Nicht nur überstanden die Hammer alle Unterzahlsituationen ohne Gegentor, sie erzielten sogar selbst einen Treffer mit einem Mann weniger auf dem Eis. „Wir haben die Unterzahlsituationen gut rausgenommen“, lobte Stolikowski sein Team. Zudem hatten die Eisbären mit Julius Schulte einen Goalie zwischen den Pfosten, der für die Gäste kaum zu bezwingen war. So feierten die Hammer gegen Halle einen klaren 5:1-Erfolg (2:0, 2:0, 1:1).
Dabei waren die Gastgeber von Beginn an die bessere Mannschaft. Die Eisbären störten den Spielaufbau der Hallenser früh, kamen immer wieder zu Scheibengewinnen und setzten die Gäste unter Druck. Auch die erste Strafzeit gegen Pontus Wernerson Libäck wegen Spielverzögerung wurde im Verbund verteidigt. Nicht nur das: Wenige Sekunden später durften die 789 Zuschauer in der Spengel Eissporthalle die Führung ihrer Mannschaft bejubeln. Pontus Wernerson Libäck schnappte sich den Puck, bediente seinen Zwillingsbruder Linus, der Marco Wölfl im Tor keine Chance ließ (10.). Kurz darauf erhöhten die Eisbären durch Christian Schiling nach Vorlage von Luc Laylin auf 2:0 (11.). Ende des Drittels musste Pontus Wernerson Libäck wieder für zwei Minuten raus, die Defensive hielt erneut. „Wir haben geackert und zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen“, erklärte Stolikowski.
Die Unterzahl zum Beginn des zweiten Abschnitts überstanden die Eisbären ebenfalls. Mehr noch: Aron Reisz schnappte sich die Scheibe an der eigenen blauen Linie, zog über das gesamte Eis und traf in Unterzahl zum 3:0. Anschließend fanden die Gäste zwar besser in die Partie, scheiterten aber mehrfach am stark aufgelegten Schulte. Kurios wurde es wenig später, als es innerhalb kurzer Zeit auf beiden Seiten einen Penalty gab. Zunächst wurde Schiling bei einem Alleingang regelwidrig gestoppt, auf der Gegenseite verhinderte Pontus Wernerson Libäck mit einem Foul eine klare Torchance. Der Unterschied: Die Eisbären hatten Schulte im Tor. Während Schiling seinen Penalty zum 4:0 verwandelte, hielt der Schlussmann seinen Kasten vorerst sauber.
Im Schlussdrittel erhöhte Christopher Ishmael auf 5:0 (46.). Danach ließen die Gastgeber weitere gute Möglichkeiten ungenutzt. Stattdessen musste sich Schulte wenig später doch noch geschlagen geben, als Halle zum Ehrentreffer kam (48.). Am Sonntag (15 Uhr) geht es für die Eisbären dann als Tabellenvierter zum Spitzenreiter aus Tilburg.